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 Betreff des Beitrags: AN-OP in Heidelberg
BeitragVerfasst: 07.12.2009, 15:09 
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AN-OP in Heidelberg

Dieser Beitrag war ursprünglich eine Antwort an stefan auf dessen Beitrag "Cyberknife oder Operation..." in der Rubrik "Entscheidung Operation oder nicht?".
Um den Therapieort Heidelberg zu unterstreichen, wurde der Beitrag zum eigenständigen Thema.
ANFux, Moderator


Hallo Stefan,

Ich bin 34 Jahre und bei mir wurde letztes Jahr am 28.11.08 eine Akustikusneurinom(rechts) in Heidelberg entfernt.

Ich habe mich ganz bewusst für eine Operation enschtschieden, obwohl ich drei Kinder habe und auch beruflich sehr eingespannt war.

Natürlich hätte ich mich bestrahlen lassen können, aber auch da besteht die Gefahr das der Tumor wieder nachwachsen kann.
Und die Ärzte meinten das man nie mehr operieren kann, wenn vorher bestrahlt worden ist.
Lieber eine Op und wenn da noch was nachkommen sollte,kann man immer noch bestrahlen.So rieten es mir die Ärzte!

Die Tage vor der Operation waren die schlimmsten, auch das was bei einer Op passieren kann und danach lies mich nicht mehr schlafen.
Mir war klar das die Ärzte einen aufklären müssen aber so hart hab ich mir es nicht vorgestellt.

Die Operation verlief ohne Komplikationen, man konnte den Tumor zu 99% entfernen.
Nur der Schwindel und die ständige Brecherei und Übelkeit machten mir zu schaffen.
Es waren die schwersten zwei Wochen,ich musste lernen wie man geradeaus läuft ohne zu fallen,auch das essen und schlucken viel mir sehr schwer,mein rechtes Auge war trocken und ging beim schlafen nicht ganz zu.
Aber ich kämpfte wie eine Löwin für meine Kinder wollte ich schnell wieder fit sein.
Nach zwei Wochen bin ich entlassen worden,die Arzte waren sehr zufrieden und auch mir ging es von Tag zu Tag besser,mir war zwar immer noch schwindelig und schlecht aber damit konnte ich leben.

Vier Wochen nach der Operation aber bekam ich eine Hirhautentzündung, verursacht durch Grippeviren,die ich mir wahrscheinlich durch meine Kinder eingefangen habe.
Ich wäre fast gestorben, aber die Ärzte kämpften und ich wurde nach zwei Wochen als geheilt in die Reha geschickt.

Mein Fehler war das ich nicht gleich in die Reha bin,ich wollte so schnell wie möglich wieder fit sein, für meine Familie und für meinen Job!
Ich rate jedem das er sich eine Ausszeit nimmt und sich erst mal erholt!

Heute ein Jahr danach geht es mir wieder gut, ich stehe wieder voll im Leben,gehe arbeiten,treibe sehr viel Sport (was ich vorher nie tat),lief sogar ein halbes Jahr nach meiner Operation meinen ersten kleinen "Marathon".

Zwar nervt mich mein Tinnitus der leider immer noch da ist, oder dass mein rechtes Auge das immer noch etwas trocken ist, und das ich sehr wetterfühlig bin, aber all das nehme ich in Kauf und geniesse mein "neues Leben"!!


Ich wünsche Dir, lieber stefan, vom Herzen viel Glück, liebe Menschen die Dich unterstützen und viel Kraft für Deine bevorstehende OP!

Liebe Grüsse
edithbach


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 Betreff des Beitrags: Re: AN-OP in Heidelberg
BeitragVerfasst: 06.03.2010, 01:08 
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Lob für Neurochirugie in Heidelberg

Hallo,

ich wurde auch in Heidelberg (Neurochirurgie) vom Prof. Dr. A. Unterberg operiert.
Ich kann nur Positives berichten (eigener Beitrag 2008). Mein Tumor war sehr groß, und mir geht es sehr gut. Mein linkes Ohr ist zwar seit der OP endgültig taub.

Das stört mich aber gar nicht, da ich seit meiner Kindheit
sowieso so gut wie nichts mehr auf dem linken Ohr gehört habe.

Ich kann mich nur bedanken bei dem tollen Team der Neurochirurgie in Heidelberg!

beste Grüße
thomask

_________________
AN Diagnose am 29.05.08, OP am 05.06.2008 in Heidelberg,linksseitige Fazialispar., links taub, AHB (Reha) in Nordrach.
03.12 Op des Rezidiv mit anschliesender AHB.
12.14 kam überraschen eine Faszialispares auf der rechten Seite dazu


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