Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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BeitragVerfasst: 25.09.2015, 17:10 
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Geburtsjahr: 1984
Hallo Zusammen,
wollte hier, 2 Wochen nach meiner AKN-OP, in Bamberg bei Prof. Feigl kurz meine Erfahrungen schildern. Jahrgang1985, inzidentelle AKN Diagnose li n2012 ohne Symotome, intrameatal, .8x.6cm. Seitdem Wait-and-Scan in der HNO Würzburg (Prof. Hagen). Starkes Wachstum in den 3 Jahren seit Diagnose auf zuletzt 1.6x0.9cm, AKN beginnt, Meatus zu verlassen. Keinerlei Symptome.
Mir wurde von der Würzburger HNO stets empfohlen, das AKN über den transtemporalen Zugang von einem HNO-Arzt entfernen zu lassen. Zu erwarten sei ein Hörverlust, möglich eine temporäre Fazialisparese. Das Übliche. Über andere Zugangswege wurde ich nicht objektiv informiert, ebenso wurde die Bestrahlung stiefmütterlich behandelt.
Für mich als Neurowissenschaftler war die Vorstellung, dass ein HNO-Arzt diese OP vornimmt, immer kontra-intuitiv, so dass ich mich Mitte 2015 bei Prof. Feigl in der Bamberger Neurochirurgie vorstellte, der mit seiner Tätigkeit in Tübingen und Hannover große Expertise bei dieser OP gesammelt hat.
Auch Feigl riet mir zur OP, allerdings nicht über den transtemporalen Zugang, sondern subokzipital/retrosigmoidal und zwar MINIMALINVASIV. Die ganze Angst und Anspannung vor dieser schweren OP war verflogen und ich machte für den 10.9. den OP Termin aus.
Nach 5-stündiger OP Komplettentfernung des Tumors. Aufwachen geplanterweise auf Intensiv. Anfangs in den ersten Stunden deutlicher Benommenheitsschwindel/Übergeben. Tag 2 Normalstation und erstes Aufstehen. Gehör funktioniert subjektiv perfekt, genaue HNO Diagnose steht noch aus, Fazialisparese minimal nach der OP, nach 3 Tagen komplett zurück gebildet. Nach 10 Tagen aus Klinik entlassen. Benommenheit/Schwindel/Erschöpfung natürlich vorhanden, aber es geht mir ausgezeichnet, Alltag funktioniert. Hoffe, bald wieder meiner Arbeit nachgehen zu können.
Zum Team: Täglich 2 ausführliche Visiten, Zeit für Rücksprache etc. Prof. Feigl ist bzgl. dieser OP selbstbewusst, aber das zurecht.
"Freue" mich auf die Nachkontrollen in diesem tollen Team.
Mir ist klar, dass dies hier eine Einzelmeinung ist, ich kann jedoch nur jedem empfehlen, verschiedene Meinungen einzuholen. Die Tendenz geht dahin, dass AKNs von Neurochirurgen operiert werden. Die Studienlage zeigt auch eindeutig, dass der subokzipitale Zugang schonender ist als der transtemporale, da besonders der linke Temporallappen (transtemporal) viel empfindlicher gegen Verlagern ist als das Kleinhirn (subokzipital).
Wenn ich dran denke, vor 2 Wochen eine schwere Hirn-OP hinter mich gebracht zu habe und sehe, wie es mir jetzt geht - Chapeau.


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