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 Betreff des Beitrags: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 22.08.2013, 15:31 
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Guten Tag ,

hab zwar schon einen OP Termin in HD beim HNO , doch für mich selbst ist es unmöglich nochmals nach HD zu fahren um auf meine Frage eine Antwort zu erhalten......


bei der Labyrinthären Resektion des AKN , werden sowohl Hörnerv u. Gleichgewichtsnerv durchtrennt.

Meine Frage,

wenn der Hörnerv komplett durchtrennt ist , kann da ein Cochlea oder Bonebrigde implantiert werden , oder ist dann das taub sein endgültig ?

Dankeschön


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 22.08.2013, 19:47 
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Hallo pepper,

ich habe deine Frage in das passende Forum verschoben.

Neuri04 und Ista haben über erste
Erfahrungen mit der Bonebridge berichtet
(siehe Thema: Neues Knochenleitungsimplantat"Bonebridge").

CI und Bonebridge setze einen intakten Hörnerv voraus. ***

Beste Grüße
snowdog

*** Richtigstellung:
Das CI benötigt zur Schallübertragung den Hörnerv,
die Bonebridge basiert auf Knochenschallübertragung, die ohne Hörnerv funktioniert.

_________________
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 22.08.2013, 21:10 
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Hallo Snowdog,
mir wurde ein Bonebridge empfohlen, obwohl von einem sich nicht erholenden Hörnerv ausgegangen wurde. Von daher glaube ich, dass es keinen intakten Hörnerv auf der AKN-Seite bedarf. Der Schall wird über die Schädelknochen auf die gesunde Seite übertragen.
Vielleicht kann jemand von den Bonebridge-Anwendern etwas dazu sagen.
Grüße,
skipper

_________________
skipper, m*1976, AN li. 32x24x26mm, Hörsturz 03/13, MRT 04/13, OP retromastoidal 05/13 in Stuttgart (Prof. Hopf), Liquorfistel, keine Facialisparese, Hörnerv erhalten aber li. nur tiefe Töne


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 25.08.2013, 15:50 
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Hallo snowdog, hallo skipper,

es ist richtig was skipper schreibt, für das Bonebridge braucht man keinen intakten Hörnerv,es ist so wie skipper schreibt, der Schall wird über den Schädelknochen auf die gesunde Seite Seite übertragen, für ein CI ist ein intakter Hörnerv notwendig. Man kann mit der Bonebridge nicht auf der tauben Seite hören, man hat trotzdem aber wieder eine bessere Lebensqualität.( meiner Meinung nach ).

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße

Neuri 04

_________________
Jahrg.51,w, . AN li. 2004(2mm) jährl.MRT Kontrolle. OP 2011in Würzburg,Gr.7 x 3,5 x 3 mm intrameatal, volllständig Resektion, einseitig taub, Tinnitus, Fazialisparese(nach ca.3 Mon. zurüchgebildet) Gleichgewichtsstörungen, Reha in Bad Nauheim ab 26.07.11


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 29.08.2013, 16:23 
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Hallo skipper, hallo Neuri04,

Eure Angaben sind korrekt - es verhält sich so, wie Ihr es beschreibt:

Die Bonebridge ("Knochenbrücke") setzt keinen intakten Hörnerv voraus,
da die Schallleitung vom Knochen übernommen wird.
Dagegen funktioniert das CI (Cochlea "Hörschnecke" Implantat) nur,
wenn der Hörnerv zur Schallübertragung erhalten ist.

Ich habe dies im Beitrag korrigiert - vielen Dank für die Richtigstellung
und die wertvollen Erfahrungsberichte.

Beste Grüße
snowdog

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snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 30.08.2013, 09:31 
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Liebe Leser,

etwas kurz, weil aus einer Parkinson-Klinik (mit meiner Frau), ein Hinweis zum Thema Cochleaimplantat.
Ich habe mehrmals dazu etwas geschrieben. Man findet die Beiträge über die Funktion "Suchen", wenn man den Suchbegriff "Cochleaimplantat" eingibt und zusätzlich als Autor "ANFux".
Von diesen Beiträgen aus ergibt sich ein ziemlich rundes Bild über dieses Thema.
Vor allem mein Beitrag vom 28.6.2011 ist ziemlich ausführlich.

Beste Grüße
ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 07.09.2013, 23:32 
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Dankeschön snowdog,

hab die interessanten Berichte von ANFux gelesen u. hab nun wieder etwas mehr an Zuversicht gewonnen.

Suche jetzt schon bestimmte Töne beim Musik hören u. dieses nicht mehr wahrnehmen können, macht mich richtig traurig. :cry:

Ausserdem vertärkt das schlechte hören die Dissozationen ,verursacht Ängste u. soziale Kontakte werden weniger oder finden gar nicht mehr statt.

Doch jetzt mit dem neuen Termin in der Neurochirurgie in HD , gewinne ich wieder Hoffnung

ein schönes WE und liebe Grüße, pepper

alles Gute AnFux und eine gute Besserung für Deine Frau


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 Betreff des Beitrags: Re: Labyrinthäre Resektion
BeitragVerfasst: 19.06.2015, 12:24 
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Zu Bonebridge, Cochleaimplantat und Bi-Cross Hörgeräten hier nochmal die klare Aussage: Bei keiner dieser Varianten wird das räumliche Hören wieder hergestellt! Man hört also nicht aus welcher Richtung und aus welcher Entfernung ein Geräusch kommt. Die Bestimmung von Richtung und Entfernung ist nur mit Erfahrungswerten möglich, weil man z.B. weiss wo die Kirche steht oder wo die Strasse verläuft. Ich schreibe das hier, weil ich schon mehrfach, auch von Akustikern, falsche Aussagen bekommen habe. Das räumliche Hören setzt intakte Hörnerven auf beiden Seiten voraus.

Rolf4711

_________________
AN 25 mm, intra und extrameatal, multizystisch, Hirnstammimpression, OP 01/14 INI Hannover, Prof. M. Samii, teilweise Rekonstruktion N.facialis, Facialisparese Grad V, links taub, Schwankschwindel


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