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allstyler
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Verfasst: 12.11.2010, 10:07 |
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Registriert: 09.11.2010, 17:45 Beiträge: 3 Wohnort: Eberbach
Land: D
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1980
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Guten Tag,
ich habe nur eine kurze Frage.
Gibt es Chancen oder Erfahrungsberichte zum Thema "Wiedererlangen vom Gehör"nach einer AN-OP?
Seit meiner OP höre ich nichts mehr auf der linken Seite. Jedoch wurde mir mitgeteilt, im Monitoring war der Hörnerv bis Ende OP intakt.
Gibt es Hoffnung dass ich, wenn auch nur wenig, wieder Hörvolumen erlangen kann oder ist dies unwahrscheinlich?
allstyler
_________________ AN links festgestellt 08/2010 Grösse 25x25mm, OP 09/2010 Kopfklinik Heidelberg - Prof. Dr. Unterberg, in Reha 3 Wochen - Kliniken Schmieder HD, links taub, Schwindelgefühle noch vorhanden
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snowdog
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Verfasst: 12.11.2010, 11:54 |
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Registriert: 03.07.2009, 23:15 Beiträge: 82 Wohnort: Hessen - D
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Geburtsjahr: 1962
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Hallo allstyler,
nicht-medizinisch könnte man es so zusammenfassen (und wie ich es verstanden habe) - "Intakter Hörnerv" ist leider nicht gleichbedeutend mit funktionalem Hörvermögen. Der Hörnerv ist als "Leitung" Voraussetzung, das Gehör zu erhalten bzw. wiederzuerlangen - daneben sind es aber noch ein paar andere "Bauteile", die eine Rolle spielen.
Bei einem Hörsturz z.B. ist oft deshalb Eile geboten, weil die Flimmerhäärchen nur eine begrenzte Zeit die Eigenschaft behalten, sich aufzurichten. Werden zeitnah keine Maßnahmen getroffen (Infusionen), der Hörsturz quasi übergangen, war´s das mit der gedachten Funktion. Eine völlige Wiederherstellung ist nicht mehr möglich.
Die verschiedenen OP-Verfahren berücksichtigen dabei auch den Status der eingetretenen (irreversiblen ?) Hörminderung - so ist der klassische HNO-Eingriff durch das Ohr mit der Zerstörung des Hörorgans verbunden - keine Rücksicht auf etwaige Resthörfähigkeit zugunsten eines nervschonenden Eingriffs. Neurochrirurgische Verfahren mit Neural-Monitoring kontrollieren die Nervenleitung, der suboccipitale Weg z.B. lässt das Ohr selbst außen vor (Trommelfell, Schnecke, Gehörgang) und beschädigt nach Möglichkeit nichts am Aufbau.
Zu den Hoffnungen in Bezug auf Wiedererlangung des Hörvermögens: Es kommt darauf an. Was nicht zerstört wurde, kann regenerieren. Eine Erholung nach dem Eingriff kann mit einer Vebesserung der Hörfähigkeit einhergehen (Messung in %). Dabei habe ich selbst feststellen können, daß dies ein längerer Prozess sein kann. Von der ersten Aussage des Arztes, mein Hörvermögen sei ohnehin verloren, bis zur realistischen Chance, die gemessenen 10% vor der OP leicht verbessern zu können - war alles möglich. Mein letzter Hörtest hat nun eine marginale Verbesserung des Sprachverständnisses ergeben, 2 1/2 Jahre nach der OP, 3 Jahre nach den ersten bemerkten Einschränkungen. "Hören" im Vergleich zu früher möchte ich dies alles nicht nennen, aber insgesamt ein positiv registriertes Moment, mich gefühlmäßig damals gegen die "Restzerstörung" richtig entschieden zu haben.
Es besteht Grund zur Hoffnung, dass sich mit der Zeit noch einiges verbessert. Vieles wird mit der Zeit durch die Gewöhnung und der Gehirnleistung "begradigt".
Beste Grüße snowdog
_________________ snowdog - Jg. 62, m, verh., 2 Söhne, AN rechts 5 x 8 mm, neuro-chirurg. suboccipital AN-OP in Offenbach Apr.08, postoperativ Liquorfistel, keine Fazialisparese, einseitig taub, chronische Kopfschmerzen, jährliches Kontroll-MRT für die ersten 5 J.
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allstyler
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Verfasst: 12.11.2010, 12:38 |
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Registriert: 09.11.2010, 17:45 Beiträge: 3 Wohnort: Eberbach
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Zusammenfassend ist bei dir das betroffene Ohr mit 10% Hörvolumen zurückgekommen?
Das wäre ja super wenn ich diesen Erfolg auch erleben dürfte.
Leider hat mir der Tumor alle Hobbies genommen und wenn wenigstens 10% "hören" wieder möglich wäre, würde dies wirklich gut tun.
_________________ AN links festgestellt 08/2010 Grösse 25x25mm, OP 09/2010 Kopfklinik Heidelberg - Prof. Dr. Unterberg, in Reha 3 Wochen - Kliniken Schmieder HD, links taub, Schwindelgefühle noch vorhanden
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snowdog
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Verfasst: 12.11.2010, 14:21 |
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Registriert: 03.07.2009, 23:15 Beiträge: 82 Wohnort: Hessen - D
Land: D
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1962
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Ich hatte vor und nach der Operation ein in etwa gleiches Resthörvermögen. Der Tinnitus hat sich etwas verändert und nach diversen Hörtests offenbar das "Sprachverständnis" verbessert. Allerdings verfälschen unterschiedliche Messungen und Testverfahren wahrscheinlich das Ergebnis (Sinuston vs. Wobbler).
Fazit: Die Operation hat den letzten Zustand nicht verschlechtert. Subjektiv hat sich eine leichte Verbesserung über einen Zeitraum von 2 Jahren eingestellt.
Gruß snowdog
_________________ snowdog - Jg. 62, m, verh., 2 Söhne, AN rechts 5 x 8 mm, neuro-chirurg. suboccipital AN-OP in Offenbach Apr.08, postoperativ Liquorfistel, keine Fazialisparese, einseitig taub, chronische Kopfschmerzen, jährliches Kontroll-MRT für die ersten 5 J.
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allstyler
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Verfasst: 12.11.2010, 16:18 |
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Registriert: 09.11.2010, 17:45 Beiträge: 3 Wohnort: Eberbach
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Geburtsjahr: 1980
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Ok, bei mir ist seit der OP kein Ton mehr hörbar. 
_________________ AN links festgestellt 08/2010 Grösse 25x25mm, OP 09/2010 Kopfklinik Heidelberg - Prof. Dr. Unterberg, in Reha 3 Wochen - Kliniken Schmieder HD, links taub, Schwindelgefühle noch vorhanden
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