Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit Cross-Versorgung(2)
BeitragVerfasst: 09.03.2011, 21:54 
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Hallo ihr lieben

Habe jetzt das Siemens mit Kabel getestet. Erst fand ich es klasse, weil ich wieder was hören konnte. Leider bei Lautstärke wie in caffe´s oder Kneipen mit Musik habe ich nichts mehr verstanden.

Heute habe ich eine Funk-Cros-Versorgung zum testen bekommen. Phonak Audeo S Smart 3. Dieses Gerät gibt es auch noch in 5 und 9 mit mehr schnick schnack. Ich finde es erstmal Klasse. Links habe ich das Hörgerät und rechts (taub) das Micro. Das Gerät ist sehr klein. Man kann es auch mit Blutooth benutzen um beim Sport Musik zu hören. Das teste ich aber später, wenn das Gerät in Frage kommt.

Ich kann für heute nur sagen, dass ich kein Druck mehr im Kopf durch den Tinnitus hatte. Draußen konnte ich sehr gut verstehen trotz Straßenlärm. Mein Tinnitus kann ich damit sehr gut unterdrücken. Ab und zu hören sich einige Geräusche wie durch ein Lautsprecher gesprochen an. Aber ganz minimal. Ich werde euch weiterhin unterrichten, wenn ihr möchtet wie es im Verlauf nach 14 Tagen so ist.
Das Gerät kostet 1700,- plus ca.500,- Euro (Mikro). Den genauen Preis konnte man mir noch nicht sagen, da es ganz neu ist.

Bei der Krankenkasse habe ich mich auch erkundigt. Auf der Verordnung muss unbedingt die Diagnose stehen und das es eine Crosversorgung ist. Kein Hörgerät.
Einige Krankenkassen haben mit der Innung einen Vertrag über Ausnahmeregelungen getroffen, danach wird entschieden ob man Zuzahlen muss oder nicht. Tumore und Schlaganfälle gehören zu den Ausnahmeregelungen,wenn ein Ohr taub ist.

Die Möglichkeit es beim Rentenversicherungsträger zu beantragen gibt es auch. Vor allem, wenn man nicht vollständig ertaubt ist auf einem Ohr. Es läuft unter dem Antrag: Für die Teilhabe am Arbeitsleben.

Bis dann mal Gruß Ista

_________________
AN lt. Op.Bericht 6X4X6 cm eingebluteter Tumor im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels re. mit raumfordernden Effekt. OP.: 22.10.2010 Westpfalz Klinik in Kaisers`lautern, AHB Hedon-Klinik in Lingen


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 05.04.2011, 21:29 
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Hallo alle zusammen,

bin neu hier im Forum und auch betroffen. Ist zwar schon sehr lange her, aber trotzdem gebe ich nie auf:-)
Also meine AN-Op war im Jahr 1991 in Berlin, seitdem links taub und Rest- Facialisparese, mit der ich eigentlich gut leben kann.

Damals sagte man mir, taub ist taub, da kann man nichts machen. So habe ich die letzten 20 Jahre damit gelebt, aber immer eingeschränkt, bis ich kürzlich von der Baha Methode gehört habe.

Morgen nun habe ich einen Termin in der Berliner Charite um es zu testen. Die Ärzte sagten, dass es bei mir auch funktionieren würde. Habe natürlich Angst, eine Schraube im Kopf zu tragen ...aber mal sehen... Was die Facialisparese angeht, sagten mir einige Neurochirugen, man könnte versuchen, den Zungennerv zu verpflanzen. Doch davon habe ich immer abgesehen, weil es nicht sicher ist und wieder eine große OP wäre. Werde weiter berichten

Liebe Grüße
Marina

1991 AN-OP/ Größe 2 cm/in Berlin/li. taub/Rest-Facialisparese/

_________________
Marina/w/Berlin/AN OP 1991/li Ohr taub/Facialisparese/


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 06.04.2011, 07:23 
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Herzlich Willkommen im Forum, :lol:

wir freuen uns schon von deinen jahrenlangen Erfahrungen zu hören. Ich bin gespannt was deine Untersuchungen bringen. Ich war der Meinung daß das mit dem BAHA bei einem durchtrennten Hörnerv nicht möglich ist. :?:

Bis demnächst,

Gruß beutbo

_________________
beutbo m/J.62 AN links. diakn. Juni 06 13,0 x 4,67mm (Größe vor der OP: 13,7 x 6,13mm); Translabyrinthären OP 8/09 in der Kopfklinik Heidelberg (HNO) REHA 7 Wochen Bosenbergkliniken. Erwerbsminderungsrente


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 13:36 
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Hallo,

ich hab letztes Jahr eine Cross-Versorgung getestet. Meine Hörakustikerin hat mir auch gleich ein ihrer Meinung nach optimales Gerät bereitgestellt und mich auch gut betreut. Am Anfang fand ich es ganz gut, ich hatte den Eindruck dass ich ein wenig räumlicher hören konnte, aber auch nur in optimal ruhiger Umgebung, auch das direkte Ansprechen über die betroffene Seite funktionierte nur unzureichend.
Ich habe es wieder abgegeben, da es mich im weiteren Verlauf mehr gestört als dass es genützt hat, da ich die Geräte jedesmal abnehmen musste wenn ich z.B. mein Stethoskop benutzen musste, da ich Medizin studiere.
Daraufhin habe ich mich bei meinem HNO-Arzt weiter über eine knochenverankerte Versorgung informiert, was ich jetzt auch bald testen werde, da diese neuerdings auch bei einseitiger Taubheit indizert sind und ich mir davon erhoffe, wieder einigermaßen von links ansprechbar zu sein.
Zu den Systemen zählen ja einerseits das BAHA,was mit einer im Knochenverankerten Titanschraube funktioniert, oder neuerdings auch das Alpha M, wobei das externe Gerät an einem unter der Haut implantierten Magnetplättchen befestigt wird.
Letzteres ist erfahrungsgemäß verträglicher und alltagstauglicher, da es nur eine kleine OP benötigt und bei nicht-Benutzung des Gerätes keine Einschränkung besteht, bis auf die Benutzung des MRTs, was besonders für mich ein Problem wäre, da ich aufgrund eines 2. Befundes auf die jährliche Bildgebung angewiesen bin.

Hat jemand vielleicht schon Erfahrung mit knochenverankerten Hörsystemen generell und speziell mit dem Magnetfixierten System?

Bin schon auf weitere Tests gespannt!

bis bald,

viele Grüße, bini0287

_________________
w, 1987, durch MRT Fazialisneurinom im Kleinhirnbrückenwinkel links diagnostiziert, OP am 27.07.2009, seitdem Fazialisparese, Taubheit und Tinnitus-Rauschen links


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 14:10 
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Hallo Bini0287,

also bei mir geht das nicht mit dem Implantat, da der Hörnerv weg ist. Ist habe Siemens, Interton und zuletzt Phonak getestet.

Phonak hat eine ganz neue Cros-Versorgung entwickelt. Jetzt habe ich mich für Phonak Audeo S 5 entschieden. Das ist zwar die teurere variante als das Audeo S 3 aber das ist, wenn es richtig eingestellt wurde toll. Ich höre jetzt auch wieder, wenn draußen sehr laute Nebengeräusche vorhanden sind. Ich kann es mit 10 Stufen einstellen. Die Tonqualität ist fast normal. Die lauteste Einstellung verzehrt nur, wenn man nicht so laute Nebengeräusche hat. Außerdem sind die super klein. Man sieht sie garnicht. Nachteil : Die Batterien halten nur 3 Tage bei regelmäßigem tragen. Kosten allerding 4100,- Euro. Ich habe jetzt bei der Krankenkasse einen besonderen Antrag gestellt.

Bin mal gespannt.
Gruß Ista

_________________
AN lt. Op.Bericht 6X4X6 cm eingebluteter Tumor im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels re. mit raumfordernden Effekt. OP.: 22.10.2010 Westpfalz Klinik in Kaisers`lautern, AHB Hedon-Klinik in Lingen


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 17:24 
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Hallo Ista,
wieso sollte ein knochenverankertes Implantat, welches die Knochenleitung nutzt, nicht bei fehlendem Hörnerv funktionieren? Über die Knochenleitung wird der Schall dann auf die gegenüberliegende gesunde Seite geleitet, wovon ich mir einfach erhoffe wieder "von links" hören zu können, wenn man auch damit nicht die Richtung wirklich bestimmen kann, aber immerhin hört man etwas! Bei mir ist anscheinend auch der Hörnerv geschädigt, wie auch immer, aber ein Cochlea-Implant kommt bei mir wohl auch nicht in Frage.
Es freut mich, dass du mit dem neuen Gerät zurecht kommst, ich habe nur Interton getestet, aber muss generell sagen, dass mir die Geräte auf beiden Seiten nicht so gefallen, und die Tatsache, dass durch die Schläuche in den Ohren die Gehörgänge sehr gereizt werden. Hatte auch angepasste Ohrstücke, die waren angenehmer zu tragen und auch chic anzusehen, aber die haben wiederum den Gehörgang zum gesunden Ohr für mich störend verstopft, sodass ich dann fast weniger gehört hab als vorher,
wie ist das bei deinen Geräten???

Grüße, bini0287

_________________
w, 1987, durch MRT Fazialisneurinom im Kleinhirnbrückenwinkel links diagnostiziert, OP am 27.07.2009, seitdem Fazialisparese, Taubheit und Tinnitus-Rauschen links


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 20:26 
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Ista hat geschrieben:
Hallo Bini0287,

also bei mir geht das nicht mit dem Implantat, da der Hörnerv weg ist. Ist habe Siemens, Interton und zuletzt Phonak getestet.

Phonak hat eine ganz neue Cros-Versorgung entwickelt. Jetzt habe ich mich für Phonak Audeo S 5 entschieden. Das ist zwar die teurere variante als das Audeo S 3 aber das ist, wenn es richtig eingestellt wurde toll. Ich höre jetzt auch wieder, wenn draußen sehr laute Nebengeräusche vorhanden sind. Ich kann es mit 10 Stufen einstellen. Die Tonqualität ist fast normal. Die lauteste Einstellung verzehrt nur, wenn man nicht so laute Nebengeräusche hat. Außerdem sind die super klein. Man sieht sie garnicht. Nachteil : Die Batterien halten nur 3 Tage bei regelmäßigem tragen. Kosten allerding 4100,- Euro. Ich habe jetzt bei der Krankenkasse einen besonderen Antrag gestellt.

Bin mal gespannt.
Gruß Ista

Hallo,
ich teste gerade Interton ,ja es ist ok habe das Gefühl besser zu hören wenn man mich von links anspricht.Jedoch stört es ein wenig ,da ich eine Brille trage und ich dadurch immer das Gefühl habe die Hörgeräte zu verlieren.Auch sonst ist es bei lauten Nebengeräuschen eher rauschend im Ohr.Na mal sehen am 13.05. werde ich noch ein anderes Gerät testen.Ich habe mich inzwischen auch über eine BAHA Methode ausreichend informiert.Doch die Operation und die Titanschraube schreckt mich eher ab.Ich werde euch weiter berichten

Bis dahin liebe Grüße
marina

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Marina/w/Berlin/AN OP 1991/li Ohr taub/Facialisparese/


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 04.05.2011, 08:11 
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Hallo,
bei Phonak kommen ganz kleine Empfänger ins Ohr. Allerdings habe ich das an meinem tauben Ohr auch, da ich Brillenträgerin bin und die eigentliche Halterung immer schmerzte. Die Schläuche sind so lang, das das Gerät mittig hinterm Ohr liegt. Man kann Sie eigentlich nicht verlieren. Das hörende Ohr ist dabei nicht verschlossen. Wenn ein Gerät doch mal fällt gibt es eine Melodie. Die höre ich aber nur, wenn das taube Ohr seine Crosverbindung verliert. Auch der Tinnitus wird dadurch ein wenig eingeschrenkt. Man fühlt sich nicht mehr ganz so als wenn man nur mit einem halben Kopf (Druck im Kopf) herum läuft.
Gruß Ista

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 04.05.2011, 18:18 
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Hallo marina,

ich trage auch Interton und bin Brillenträger. Teste jeweils eine Woche verschiedene Frequenzen. Der Akustiker/in hat die Möglichkeit am PC die Kurve nach deinen Wünschen einzustellen.
Auf der Mikroseite habe ich auch einen Schlauch anbringen lassen,und habe jetzt nicht mehr das Gefühl es zu verlieren.

Gruß Manu

_________________
1948, m. AN links von 4x4,5x3cm OP 07/2009 in Unikl. Düsseldorf durch Dr. Hänggi. Bestrahlung Resttumor im Gamma Knife Krefeld 11/2009.
einseitig taub,starkerTinnitus links


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 04.05.2011, 21:07 
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Manu hat geschrieben:
Hallo marina,

ich trage auch Interton und bin Brillenträger. Teste jeweils eine Woche verschiedene Frequenzen. Der Akustiker/in hat die Möglichkeit am PC die Kurve nach deinen Wünschen einzustellen.
Auf der Mikroseite habe ich auch einen Schlauch anbringen lassen,und habe jetzt nicht mehr das Gefühl es zu verlieren.

Gruß Manu

Hallo Manu,
das mit den verschiedenen Frequenzen habe ich noch nicht ausprobiert,aber sicher werde ich das auch noch tun.Freue mich jedenfalls ein bisschen mehr zu hören :-)))Muß mich erstmal daran gewöhnen,nach 20 Jahren Einohrhase;-) Hörgerät, Brille......naja jedenfalls positiv :-))
lg Marina

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Marina/w/Berlin/AN OP 1991/li Ohr taub/Facialisparese/


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Cross-Versorgung
BeitragVerfasst: 10.05.2011, 07:50 
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Hallo,
habe meinen letzten Text wohl irgendwie falsch abgesandt.
Wollte euch nur noch eben mitteilen, dass ich die BI-Cros variante gewählt habe obwohl ich links einwandfrei hören kann. Es ist deshalb besser, weil ich dann die Einstellungen für die Lautstärke selbst bestimmen kann. Wenn ich in einer sehr lauten Umgebung vielleicht noch mit Musik bin st das schon toll, das ich meine Freunde weiterhin verstehen kann. es ist zwar dann ein wenig an wie du einen Lautsprecher, aber daran kann man sich schnell gewöhnen.
Gruß Ista

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BeitragVerfasst: 29.01.2014, 23:34 
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Wieder neues CROS-Gerät am Markt

Hallo liebe Einohrhasen,

wer von euch sich mit dem Thema CROS-Hörgerät befasst, hat seit kurzem eine weitere Alternative.
Von Widex gibt es eine neue CROS-Lösung. Sie funktioniert drahtlos in Kombination mit jedem anderen Hörgerät von Widex. Das CROS-Gerät (eigentlich ein Mikrofon) sitzt dabei auf der tauben Seite und überträgt die aufgenommenen Geräusche auf ein Hörgerät auf der gesunden Seite. Dort können die Töne noch einmal verstärkt werden (Bi-CROS) oder 1:1 wiedergegeben werden (CROS). Bei Bi-CROS werden zusätzlich die auf der gesunden bzw. in diesem Fall Nicht-AKN-Seite aufgenommenen Geräusche ebenfalls verstärkt.

Die große Neuerung bei dieser Lösung ist, dass die Batterie rund 10 Tage halten soll, was gegenüber
heute verfügbaren Funklösungen eine Verbesserung um ca. Faktor 3 darstellt. Ich habe diese Lösung nun seit Anfang der Woche zur Probe im Einsatz. Neben dem CROS-Mikrofon hat der Akustiker ein Widex Dream 220 bestellt. Weil die Geräte sehr klein sind und man bei den Testgeräten
für etwaigen Verlust voll persönlich haftet, hat der Akustiker beide Geräte über einen dünnen Silikonschlauch und einen Silikonstopfen im Gehörgang gesichert. Auf der AKN-Seite dient dies nur der Sicherung, auf der gesunden Seite wird über den Schlauch der Schall ins Ohr übertragen.

Obwohl das Gerät erst kurz im Einsatz ist, finde ich das Ergebnis schon sehr beeindruckend. Es ist in der Tat eine räumliche Wahrnehmung möglich. Man kann sicher noch Feintuning machen, z.B. kann man per Software einstellen, ob das CROS-Mikrofon den Schall unverändert überträgt oder ob es eine aktive Rauschunterdrückung vornimmt, das Signal also verarbeitet. Hat beides Vor- und Nachteile, muss man ausprobieren.
Sicherlich bleibt das Handicap, dass man mit nur einem Ohr sich schlechter auf einen Gesprächspartner in lauter Umgebung einstellen kann (sog. Coacktailparty-Effekt). Aber für viele Anwendungsfälle wie ansprechbarkeit von beiden Seiten und Lokalisieren der Schallquelle ist es durchaus geeignet!

Noch eine Info zu den Kosten: beläuft sich für das Gesamtsystem auf ca. 4000 EUR. Wg. Übernahme usw. weiß ich noch nichts, habe den Kostenvoranschlag noch nicht der Kasse geschickt.

Viele Grüße,
skipper

_________________
skipper, m*1976, AN li. 32x24x26mm, Hörsturz 03/13, MRT 04/13, OP retromastoidal 05/13 in Stuttgart (Prof. Hopf), Liquorfistel, keine Facialisparese, Hörnerv erhalten aber li. nur tiefe Töne


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BeitragVerfasst: 25.02.2014, 17:06 
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Hallo an alle!

Ich habe seit einer Woche auch das Widex-Crosgerät zum Testen. Zwar höre ich nun Geräusche, die auf meinem tauben Ohr ankommen und bei persönlichen Gesprächen in ruhiger Umgebung ist das auch sehr hilfreich. Aber bei lauter Umgebung stört es mich eher. Das liegt aber wohl an meiner Hyperakusis. So habe ich gemerkt, dass beim gemeinsamen Essen das Geschirrgeklapper lauter und unangenehmer wird und dadurch mein Tinnitus lauter. Deshalb verwende ich es in dieser Situation nicht. Auch bei lauten Veranstaltungen stört es mich, da ich in solchen Situationen eher mein Ohr zuhalten muss.

"Noch eine Info zu den Kosten: beläuft sich für das Gesamtsystem auf ca. 4000 EUR. "

Mir wurde folgendes Angebot gemacht: Gesamtkosten für Widex Cros + Widex Dream 220: ca. 2.860 Euro, davon übernimmt die Krankenkasse ca. 1.200 Euro. Mein Anteil beträgt ca. 1660 Euro.

Ich bin noch nicht sicher, ob der Nutzen für mich so hoch ist, dass ich mich für ein Hörgerät entscheide. Vielleicht teste ich auch erst noch ein anderes.

Viele Grüße,

Bara

_________________
Tinnitus re. seit 11/2011, MRT 5/2013: AN 2,1 x 1,9 x 1,7 cm, OP 8.10.2013 in Würzburg, seitdem re. taub, lauterer Tinnitus, Hyperakusis


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BeitragVerfasst: 25.02.2014, 18:09 
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Hallo Bara,

hier ein Auszug von meinem Bericht von 2011:
Gestern bekam ich von Berlin auch noch den Bescheid, dass dem Widerspruch des Landesbeauftragten (erstellt vom Integrationsfachdienst für Hörgeschädigte- siehe meinen Beitrag vom 21.09.10) völlig abgeholfen werde. Das heisst: Ich bekomme die Höhrgeräte Unison 6 von Unitron vollständig bezahlt und das trotz Erwebsminderungsrente auf Zeit.
Daß das nach 16 Monate Hörgeräteanpassung noch möglich wurde, hätte ich auch nicht mehr gedacht.

Also, nicht gleich aufgeben. Die Hörakustiker wollen natürlich nicht solange auf ihr Geld warten und versprühen da vieleicht nicht soviel Hoffnung, dass man die Geräte bezahlt bekommt.
Sucht deshalb den Integrationsfachdienst für Hörgeschädigte auf, es lohnt sich.

Hast du dich dort schon einmal gemeldet?
Alles Gute,

Gruß beutbo

_________________
beutbo m/J.62 AN links. diakn. Juni 06 13,0 x 4,67mm (Größe vor der OP: 13,7 x 6,13mm); Translabyrinthären OP 8/09 in der Kopfklinik Heidelberg (HNO) REHA 7 Wochen Bosenbergkliniken. Erwerbsminderungsrente


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BeitragVerfasst: 26.02.2014, 00:57 
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Hallo Bara,
ist ja interessant, dass die Preisunterschiede so gewaltig sind (mehrere hundert Euro). Das sind die Kosten für den CROS-Sender und das Dream 220 zusammen?

Ich habe derzeit noch ein anderes Gerät im Test, welches wohl nicht so bekannt ist.
Audifon Via. Ein deutscher Hersteller.
Vorteil (speziell für deine Hyperakusis interessant): es lassen sich im Betrieb Programme umstellen, die unterschiedlich starke Störgeräuschunterdrückung haben. Das schafft das teurere Widex nicht.
Nachteil: keine Richtmikrofontechnik, wobei mich das nicht stört, weil ich beim Widex besser mit ausgeschalteter Richtmikrofontechnik zurecht kam. Allerdings schien mir die Übertragungsqualität beim Widex etwas besser.
Kostenpunkt (was man mir gesagt hat): ca. 3000 EUR, also 25% unter Widex

Grüße, skipper

_________________
skipper, m*1976, AN li. 32x24x26mm, Hörsturz 03/13, MRT 04/13, OP retromastoidal 05/13 in Stuttgart (Prof. Hopf), Liquorfistel, keine Facialisparese, Hörnerv erhalten aber li. nur tiefe Töne


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