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BeitragVerfasst: 29.03.2009, 14:29 
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Vier Monate nach OP

Liebe Forumsmitglieder

Mit diesem Bericht möchte ich meine Krankengeschichte abschliessen. Selbstverständlich werde ich aber weiterhin das Forum besuchen und meine Erfahrungen weitergeben.
Nach einer Rehazeit von 4 Monaten (OP am 1. Dezember 2008) nehme ich meine Arbeit am 1.April zu 50% wieder auf.
Ich möchte deshalb kurz etwas über die Rehazeit schreiben, die ich in eigener Regie zu Hause verbrachte. Gemäss meines Neurochirurgen Dr. Lukes brauchte ich weder eine Rehabilitationskur noch ein gezieltes Reha-Programm. Er empfahl mir viel zu laufen und auch mit sportlichen Aktivitäten zu beginnen sobald dies möglich ist. In den ersten 3 Wochen nach dem Spitalaustritt war ich sehr müde, zu gelegentlichen kurzen Spaziergängen reichte es aber trotzdem. Die tiefen Temperaturen im Januar haben leider meine Rehabilitationspläne ein wenig gebremst denn aufgrund meiner leichten Fazialisparese (Beeinträchtigung des Augenlidschluss und mangelnde Tränenflüssigkeit) bekam ich jedesmal Augenbrennen wenn ich mich zu lange in der kalten Luft aufhaltete. Anfangs Februar konsultierte ich einen Augenarzt der eine starke Reizung der Horn-und Bindehaut feststellte. Nebst Augentropfen erhielt ich eine Vitamin A <Blache> Augensalbe die ich vor dem schlafengehen auftragen musste. Da ich im Januar nicht viel Kondition aufbauen konnte bat ich meinen Hausarzt um Überweisung in eine Physiotherapie, bevorzugt in einem Spital, damit ich in geheizten Räumen trainieren konnte. Der Vorteil eines Spitals ist der, das die Physiotherapie-Räume viel besser ausgestattet sind als die kleineren privaten Therapiepraxen und das man jederzeit die Räume und Geräte benutzen kann, also ähnlich wie in einem Fitnesszentrum, aber dafür mit Unterstützung der Krankenkasse... Ab mitte Februar trainierte ich dreimal die Woche an diversen Ausdauergeräten wie Hometrainer, Rudergeräte oder Cross-Walking und auf verschiedenen Boards für das Gleichgewicht und Koordination. Innerhalb von 6 Wochen konnte ich meine Kondition und das Gleichgewicht wesentlich verbessern auch das Auge und die Fazialisparese hat sich erholt, ist aber noch auf kalte Luft empfindlich, nicht vergessen möchte ich die Behandlungen bei meiner Naturheiltherapeutin, die eine sehr gute Ergänzung oder Ausgleich zur körperlichen/sportlichen Physiotherapie sind.
Die ersten klinischen Nachkontrollen ergaben folgende Resultate: das Gehör hat sich verschlechtert, Hörverlust vor der OP 45%, Hörverlust nach der OP 70%. Auf den MRI Bildern sieht man noch eine kleine Vernarbung die, gemäss Dr. Lukes, in etwa einem Jahr verschwunden ist. Vier Monate nach der Operation begleiten mich noch Schwindel, Gleichgewichtsprobleme bei zu starker körperlicher Beanspruchung, leichte Geschmacksstörung an der rechten Zungenseite und eine Hyperakusis aber die Genesungs- und Regenerationsphase ist ja noch nicht beendet, ich denke das sich in den nächsten 6-12 Monaten noch eine Besserung einstellt.
Rückblickend bin ich mit dem Verlauf der Rehabilitation zufrieden, einzig die Wahl der OP wäre in einer wärmeren Jahreszeit für die nachfolgende Reha vielleicht besser gewesen. Darüber mache ich mir aber keine Gedanken mehr, meine Krankengeschichte wird jetzt hoffentlich zu einem positiven und guten Ende kommen was ich auch allen Betroffenen hier im Forum wünsche.

Herzliche Grüsse
Tivat

_________________
Tivat, m, 64jährig, AN rechts, ca. 22x22x18 mm, Diagnose April 2007, OP in Bern, Lindenhofspital am 1. Dez. 2008, AN entfernt, Hörnerv intakt


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BeitragVerfasst: 27.05.2009, 10:22 
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Hallo,

das muss natürlich jeder für sich in Absprache mit dem Arzt entscheiden
ob eine ambulante oder stationäre Reha gemacht wird.
Für mich kam die ambulante Reha nicht in Frage.
Ich war nach 3 Tagen Intensivstation und 4 Tagen "normal" Station
sehr geschwächt. Dazu noch die Facialisparese der linken Seite.

Ich plädiere für eine stationäre Reha!

Glückwunsch das Du es ambulant geschafft hast.

liebe Grüße Thomas = thomask


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