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 Betreff des Beitrags: Reha-Aufenthalt im NRZ Magdeburg
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 12:34 
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Hallo liebe Forumsleser, hier meine Fortsetzung zu meiner Reha-Erfahrung...
Nun ist ein viertel Jahr seit meiner Operation vergangen. Davon war ich 6 Wochen in der Reha im NRZ in Magdeburg. Es geht mir körperlich und auch geistig um einiges besser, das Gleichgewicht kommt so langsam wieder, das Gesicht sieht wieder fast normal aus. Wenn ich nicht gerade Grimassen schneide - sieht mir niemand die Facialisparese mehr an ...
Auch mein rechtes Auge macht mir kaum noch Sorgen. Das Lied schließt sich wieder fast vollständig. Ich nehme nachts noch meinen Druckglasverband und die Augensalbe, damit das Auge nicht austrocknet. Tagsüber brauche ich jedoch meine Sonnenbrille, weil ich doch noch sehr Lichtempfindlich bin. ...
Gegen den Rat von meinem Arzt habe ich mich dann doch für einen Reha-Aufenthalt entschieden und ich bereue es auf keinen Fall. Die Klinik liegt zwar landschaftlich nicht so schön, dafür war die medizinische Versorgung umso besser.
Ich hatte jeden Tag einen vollen Therapieplan. Dieser hat meistens mit einer Massage und Rotlicht oder Lymphdrainage angefangen, dann ging es weiter zur Logopädin mit einer Eisbehandlung für mein Gesicht, über körperliche Anstrengungen wie Arm- oder Beingruppe, später dann die Neurogruppe (Arme und Beine) und auch wunderschön, die Wassergruppe.
Außerdem hab ich manuelle - und Einzel Krankengymnastik für meinen Nacken und meine Wirbelsäule und meine Gleichgewichtsprobleme erhalten. Anfangs hatte ich auch für meine Gesichtslähmung Stromtherapie und für die Geschicklichkeit und „gegen die Langeweile“ Pediggrohrgruppe (Korbflechten) in der Ergotherapie oder Seidenmalerei. Zur Entspannung gab es Autogenes Training und für die Bildung Vorträge über Diabetes oder Hirnblutungen oder Stressbewältigung usw…
Außerdem war ich auch in der Neuropsychologie und durfte hier fast täglich Computertraining für die Konzentration und Belastbarkeit machen. In den letzten 2 Wochen durfte ich dann auch am Venenwalking, am Ergometer (Fahrrad fahren) an der Tanztherapie und am Thai Chi teilnehmen. Das alles hat mir sehr geholfen körperlich wieder fitt zu werden und vor allem auch belastbarer. Auch das Gleichgewicht auf der rechten Seite lässt sich immer öfter wieder blicken  Die Therapeuten und Schwestern waren alle sehr nett und hilfsbereit und haben sich rührend um meine Beschwerden gekümmert.
Die Erfahrungen mit den vielen jungen Leuten, die MS haben oder einen Schlaganfall und im Rollstuhl sitzen, habe ich auch machen müssen, aber ich habe trotzdem auch viele interessante, liebenswerte Menschen kennen gelernt mit denen ich viel zusammen gelacht habe und auch viel Zeit miteinander verbracht habe
In unserer freien Zeit zwischen den Therapien und den Mahlzeiten sind wir viel spazieren gegangen oder habe uns einfach nur an den Teich in die Sonne gesetzt und das schöne Wetter mit einem Eis genossen. An den Wochenenden war ich auch viel mit meiner Familie unterwegs. Im Magdeburg gibt es z.B. eine Strandbar an der Elbe mit Liegestühlen, die wir oft besucht haben und später bin ich dann sogar sonntags mit zu meinen Eltern nach Hause gefahren und abends wieder zurück.
Es war eine sehr gute Erfahrung für mich und würde es allen betroffen, die die Möglichkeit dazu haben nur empfehlen, den zu Hause hätte ich die Genesung so schnell und so gut nicht geschafft.
Allerdings kam zu Hause dann der Rückschlag, denn so gut wie man sich bei der Entlassung auch gefühlt hat, der Alltag ist eine ganz andere und schwerere Situation die man zu bewältigen hat, als ein sorgen – und arbeitsfreiher Reha-Aufenthalt. Aber daran arbeite ich jetzt fleißig auch mit neuropsychologischer Hilfe.
Ich wünsche allen Betroffen, von Herzen alles Gute , gute Genesung und viel Geduld…
Kopf hoch das Leben geht weiter…
LG Anka

_________________
Anka:31 Jahre,w, AN rechts 24mm am 15.01.08 entdeckt, operiert am 03.04.08 in Halle bei Prof. Strauss, einseitig taub, Tinnitus, leichte Facialisparese, rechtes Augenlied schließt nicht vollständig, ständige Kopf- u. Nackenschmerzen, Rehabesuch


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