Mein Umgang mit den SchmerzenHallo samurai,
die beschriebenen Symptome kommen mir sehr bekannt vor,
dein Kopfschmerzproblem scheint ähnlich wie in meinem Fall
ein "Kollateralschaden" zu sein - die Probleme traten nach
der eigentlichen Operation auf und entwickeln ihre eigene Dynamik.
Kälte und Kopfschmerz:hier hat entsprechende Vorsorge geholfen - ohne Kopfbedeckung
waren die Beschwerden ungleich größer. Die Mütze
(bis über die Ohren !) bei niedrigen Temperaturen also ein "Muss".
Rasende Kopfschmerzen am Hinterkopf bei Husten und
körperlicher Anstrengung:der bisher einzig wirksame Ansatz gelang dem Osteopathen.
Per manueller Therapie war zunächst den völlig
blockierten Bindegewebsstrukturen im Hinterkopfbereich
(Zitat d. Therapeuten: "Kokosnuss") beizukommen.
Danach waren spezielle Haltungs- und Dehnübungen unter
Anleitung schmerzerträglich möglich, dies wiederum führte
zu einem besseren Allgemeinbefinden und zu subjektiv "besser"
zu ertragenden Schmerzattacken.
Leider ist dem Phänomen selbst nichts entgegenzusetzen:
Husten, Räuspern, Niesen - in 8 von 10 Fällen ein sehr heftig
schmerzhaftes Erlebnis mit bis zu 30 Minuten "Nachwirkungen".
Schmerzmittel:Leider geht es nicht ohne, diverse Selbstversuche zwischen
"Indianer" und frühzeitige prophylaktische Schmerzmitteleinnahme
ergaben keinen Königsweg. Grundsätzlich gilt für mich:
Deutet das Schmerzbild auf eine kurzfristige Verschlimmerung
hin, lieber rechtzeitig etwas einwerfen. Das Verhindern der
unangenehmen Schmerzspitzen (Attacken) ist auf Dauer
schonender, zumindest für den Rest vom Tag.
Ich habe mit Ibuprofen bessere Wirkungen erzielt als mit
Paracetamol, sie lassen sich individuell dosieren und sollen
mildere Nebenwirkungen haben (bezgl. Junkie-effekt).
Vielleicht hilft das auch bei Dir ?
Migräneartiger Kopfschmerz als Folge bei Verzicht auf
SchmerzmittelAuch hier die ähnliche Beobachtung. Der Schmerz entwickelt
sich bei mir z.B. regelmäßig über die (gesunde !) Schädelhälfte
bis hinter das linke Auge. Der Schmerztherapeut
(und Neurologe) vermuten hier eine Fehltriggerung,
eine Nervirritation als Spätfolge im Heilungsprozess.
Dagegen machen ließe sich wohl nichts...
Akupunktur blieb in meinem Fall leider ohne jegliche Wirkung,
eine signifikante Reaktion blieb trotz wiederholter Behandlung
aus.
Idee oder RatschlägeTermin beim Osteopathen - schaden kann es nicht.
Beobachten und dokumentieren. Wenn garnix hilft, könnte das
Protokollieren der Schmerzbilder Sinn machen.
Was tritt wann wie heftig auf ?
Uhrzeit, Aktivität, aktuelle Verfassung.
Vergleiche über Zeiträume (evt. Schlafdefizit ? Stresssymptome ?
besondere Anstrengungen ?) und gezieltes Gegensteuern (früher/
später zu Bett gehen, ausgedehnte Bewegung an der frischen
Luft, Entspannungsübungen).
Gerade jetzt melden sich bedonders heftig die Heuschnupfensymptome,
die Pollen haben ja aufgrund des langen Winters lange genug warten müssen -
das unvermeidliche Niesen, tränende Augen, gereizte
Schleimhäute und das Gefühl der Abgeschlagenheit, dies
alles wirkt aktuell verstärkend. Ergebnis: wenig Nachtschlaf,
heftige Attacke am morgen mit den (leider altbekannten)
Beschwerden. Leider hilft da die bewährte Ibu auch nicht
wirklich...
Wünsche Dir, dass die positiven Wirkungen per Akupunktur
nachhaltig sind, vielleicht hilft der Osteopathieansatz weiter.
In diesem Sinne eine gute Zeit.
Viele Grüße
snowdog