IG Akustikusneurinom (IGAN)

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Forum Akustikusneurinom

Aktuelle Zeit: 21.05.2012, 20:11




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BeitragVerfasst: 21.12.2009, 15:07 
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Welcher Arzt ist für Nachsorge zuständig?

Hallo liebe Forumteilnehmer,

ich wurde im Oktober erfolgreich von einem Akustikusneurinom befreit, habe eine Rehakur hinter mir und befinde mich insgesamt auf einem guten Weg.

Aber, ich bin noch immer behandlungsbedürftig. Z.B. habe ich seit der Operation noch Nackenverspannungen, die mit Krankengymnastik/Massage zu behandeln wären. Mein Hausarzt hat dafür kein Budget. Er weiß allerdings auch nicht, welcher Arzt mir das nun verordnen kann, HNO oder Neurologe oder wer?

Kann mir jemand sagen, wo ich mich hinwenden soll, bzw. welcher Facharzt ist eigentlich für das Akustikusneurinom zuständig? :roll:

herzliche Grüße
Elly

_________________
Elly, 43J., OP 10/09 in Münster durch Prof. Sepehrnia&Team, vollständige Entf. des AN ca 1,7 cm links, keine Fazialisparese, Hörminderung und Rauschen links, guter Ausgleich durch Hörgerät


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BeitragVerfasst: 21.12.2009, 19:11 
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Nachsorge noch ein Problem

Hallo Elly,

deine Frage habe ich vor cirka einem Jahr auch gestellt.
Da ich auch einige Probleme mit der Operationsnarbe hatte,
habe ich eine niedergelassene Neurochirurgin aufgesucht.
Die Ärztin kannte sich zudem aus, da sie ein Jahr bei Prof. Sephernia gearbeitet hat.

Ansonsten hat mir meine Hausärztin Massagen und Krankengymnastik verordnet.

Ich denke, dass die Nachsorge noch ein Problem darstellt, denn viele Allgemeinmediziner hören die Diagnose Akustikusneurinom zum ersten Mal und sind deshalb oft überfragt.

Herzliche Grüße und ein schönes Weihnachtsfest

Guga

_________________
Guga, weiblich, AN bekannt seit 03/08, OP im Oktober 08 von Prof. Sepehrnia und Team in Münster, keine Facialisparese, Hörverlust links, minimaler Tinnitus


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BeitragVerfasst: 22.12.2009, 11:54 
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Nachsorge ist latentes Problem

Hallo Elly,

da sprichst Du ein latentes Problem an - es ist wohl so, daß es
den zuständigen Arzt bei der Nachsorge nicht gibt.

Für mich stellt sich das z.B. aktuell so dar:
Die Kontrolluntersuchungen vereinbare ich terminlich mit dem
operierenden Neurochirurgen (offene Sprechstunde in der Klinik).
Der behandelnde HNO (übrigens darf der laut KK keine Überweisungen an die Neurochirurgie ausstellen...!) war mal als Koordinator für alle postoperativen Beschwerden angedacht, zeigte sich schnell als nicht zuständig bzw. überfordert, versuchte eine Neuraltherapie und beschränkt sich auf die Weiterbehandlung nach Eigeninitiative (bedeutet: Eigeninitiative und Handeln "auf Verdacht")

Alle anderen zwischenzeitlichen Spezialisten (Orthopäde wg. HWS-Syndrom, Schmerztherapeut, Physiotherapeut) habe ich daher aus eigenem Antrieb aufgesucht, i.d.R. per Überweisung durch den Hausarzt. Problem: Budgetierung und Rezeptstellung (wg. Krankengymnastik/Physiotherapie).

Ein Tipp zur weiteren Behandlung:
Bei Beschwerden im Nacken, Hinterkopf und Bereich der Halswirbelsäule könnte die Osteopathie weiterhelfen.

Während die Behandlungen im Rahmen der Krankengymnastik
leider immer nur kurzfristige Linderung brachten (wenige Stunden),
wurden die Verhärtungen des Bindegewebes im Hinterkopfbereich
(aufgrund schmerzbedingter Fehlhaltung) als eine Ursache der Beschwerden behandelt. Spezielle Übungen, Haltungskorrekturen und Behandlungen halfen spürbar und haben bei mir die bisher größte Wirkung (=Linderung) erzielt.

Der Termin kam übrigens über einen Orthopäden zustande, der
zuvor mögliche Probleme an der Halswirbelsäule per MRT-Untersuchung ausschließen konnte (Verdacht auf Bandscheibenvorfall wg. Taubheit und Kribbeln einseitig in Arm und Hand).

Beinahe immer nützlich und hilfreich waren die Erfahrungen der
behandelnden Therapeuten mit Fällen ähnlicher Symptomatik,
sie ermunternten meist zum entschlossenen Dranbleiben.

Liebe Grüße und ein besinnliches Weihnachtsfest

snowdog

_________________
snowdog - Jg. 62, m, verh., 2 Söhne, AN rechts 5 x 8 mm, neuro-chirurg. suboccipital AN-OP in Offenbach Apr.08, postoperativ Liquorfistel, keine Fazialisparese, einseitig taub, chronische Kopfschmerzen, jährliches Kontroll-MRT für die ersten 5 J.


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BeitragVerfasst: 22.12.2009, 20:44 
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Es gibt keine einheitlich geregelte Zuständigkeit

Liebe Elly,

gut, daß Du dieses Problem einmal in den Mittelpunkt gerückt hast.
Es ist aber leider so, daß es keine geregelte, keine einheitliche Zuständigkeit für eine OP-Nachsorge gibt. Fast denke ich, daß es keine geben kann.

Wer könnte zuständig sein?
Es könnte der Arzt sein, der den Patienten zur Operation überwiesen hat.
Es könnte der Arzt sein, in dessen Fachgebiet die (möglichen ) postoperativen Beschwerden liegen.
Es könnte der Arzt sein, der Erfahrungen mit dem Hirntumor Akustikusneurinom hat.
Es könnte der Arzt sein, der Interesse an dem Fall hat und den Willen, diesen Fall zu behalten.
Es sollte eigentlich der klassische Hausarzt sein, der koordiniert und überweist. Aber wo klappt dieses System schon?

Fazit:
Jeder Fall liegt anders. Und jeder muß nach einer Lösung suchen und hoffen, daß er dabei bzw. dafür einen passenden, den richtigen Arzt findet. Am ehesten dürfte man den Neurologen als den Arzt finden, der mit den meisten Beschwerden etwas anfangenn kann. Wenn der Interesse und AN Erfahrung hat ...
Ich war acht Jahre lang bei einem HNO-Arzt zur "Kontrolle", danach wechselte ich zu einem Neurologen, der vor allem die Kontroll-MRT veranlaßt und für Schilderungen meiner aktuellen Verfassung offen ist.

Übrigens: Osteopathie ist nach meinen Erfahrungen auch eine sehr nützliche Therapie.

Beste Grüße
ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.


Zuletzt geändert von ANFux am 23.12.2009, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
Der Beitrag wurde um Aussagen zu meiner Nachsorge ergänzt.


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BeitragVerfasst: 22.12.2009, 22:25 
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Geburtsjahr: 1966
Danke für die Antworten. Es scheint kompliziert zu sein. Den Tipp mit der Ostheopathie werde ich weiter verfolgen.

ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest !!!

herzliche Grüße Elly

_________________
Elly, 43J., OP 10/09 in Münster durch Prof. Sepehrnia&Team, vollständige Entf. des AN ca 1,7 cm links, keine Fazialisparese, Hörminderung und Rauschen links, guter Ausgleich durch Hörgerät


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BeitragVerfasst: 24.12.2009, 14:50 
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Geburtsjahr: 1962
Liebe Elly!
Für mich sind z.Zt. meine Neurologin, mein HNO und meine Hausärztin wichtig! Ich erhalte weiterhin Rezepte für Lymphdrainage und besuche meine Physiotherapeutin 2x wöchentlich, dann noch KG-dies auch 2x wöchentlich.
HNO muß nun bald die Hörgeräte-Versorgung überprüfen, tja, so schlägt man/Frau sich so durch.....

Wünsche Dir weiterhin GUTE GENESUNG....und
allen

ein

FROHES FEST.....

Alles Liebe
Manuela=ManuCUx

_________________
Manuela, w,49J, OP 17.06.09- in Münster (Prof.Sepehrnia) vollst.Entfernung des 19x16x14mm AN re., Tinnitus, Hörverlust auf 70 dB! 2. MRT am 24.11.10 ohne Befund! 2und 3 Kontroll-MRT auch ohne Befund! KEIN Resttumor - chronischer Kopfschmerz, Schwindel!


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