Probleme wegen entferntem KnochenstückAn Euch Forums-Mitglieder,
ich bin 2003 wegen eines 5 cm-Akustikusneurinoms operiert worden, das ich wegen seiner enormen Größe wohl schon seit meiner Kindheit hatte. Die OP dauerte 12 Stunden und der Tumor konnte durch Verwachsungen mit dem Hirnstamm nicht vollständig entfernt werden. Um an das OP-Feld heranzukommen, wurde eine Art Knochenkeil entfernt, lagerte während der ganzen Zeit in Desinfektionslösung und wurde zum Schluß wieder eingesetzt.
Nach 2 Wochen während meiner Reha-Zeit mußte der eiternde, entzündete Knochenkeil herausoperiert werden. Es wurde auf meinen damaligen Wunsch hin kein künstlicher Knochen eingesetzt und ich habe das seither auch nicht wirklich bereut. Ich fand es nur sehr ärgerlich, dass man mich auf die Option, den Original-Schädelknochen einzufrieren und später wieder einzusetzen, nicht hingewiesen hatte. Mir war nicht bewußt, dass er nach der OP abgestoßen werden könnte.
Ich habe alle Folgen der OP´s seither sehr gut verkraftet, will da auch gar nicht groß in die Tiefe gehen - nur soviel: wer mich nicht SEHR GUT kennt, hat nicht den leisesten Schimmer, dass ich eine solche Erkrankung habe.
Was mich aber auch nach der langen Zeit extrem behindert, ist eine unglaubliche Wetterfühligkeit und Probleme mit Luftdruckschwankungen. Das kann soweit gehen, dass mir auf der operierten Seite das Auge tränt, die Nase tropft und man sogar hören kann, wie es in dem operierten Ohr schafft und blubbert. Es kann zu schlimmen Schwindelattacken und Übelkeit kommen (habe ich beides sonst nie).
Ich spiele mit dem Gedanken, nun doch noch ein künstliches Stück Schädelknochen einsetzen zu lassen, scheue aber das Wagnis einer solchen OP und bezweifle den Erfolg.
Hat jemand von Ihnen auch ähnliche Erfahrungen gemacht oder mit solchen Probleme zu kämpfen? Was würden Sie aus Ihrer Sicht mir raten?
Ich danke vorab schon einmal herzlich: Tiberius/Tiberiane
