Hallo lieber Anfux,
danke für dein Lob für mein Geschreibsel.
Und vielen lieben Dank auch für die positiven Anmerkungen und Wünsch hier und via PN an alle.
Zu deinen Fragen:
Größe und Lage des AN:
Ich habe eben noch mal in meinem Befund von April nachgesehen:
Hier ist die Rede von 10x16mm (sollte da nicht noch eine dritte Zahl stehen oder war der bei mir nur zweidimensional?) "Eistütenförmig (nette Beschreibung ☺)der den Meatus komplett verlegt und in die Kleinhirnbrückenwinkel ragt"
Von den Proportionen ist hier nicht weiter die Rede.
Allerdings ist aus dem OP-Bericht zu entnehmen, daß das Teil in der Zeit bis Anfang September weiter gewachsen sein muß, ohne daß dort noch mal genaue Maße genannt werden.
Mir wurde bisher gesagt, daß der Tumor komplett entfernt werden konnte.
Allerdings wurde uns auch gesagt, daß ein weiteres MRT frühestens in einem Jahr sinnvoll sei, da man auf den Bildern wohl Narbengewebe nicht von etwaigen Tumorresten unterscheiden könne...
Schade eigentlich! Aber auf die Bilder bin ich jedenfalls schon heute gespannt.
Ich glaube erst wenn ich solche Bilder in der Hand habe, auf denen dann hoffentlich nichts mehr ernsthaftes zu sehen sein wird, ist diese unschöne Geschichte für mich dann auch gedanklich abgeschlossen...
Am 16. Dezember um 09:00 Uhr sollte ich eigentlich zur Nachuntersuchung in Würzburg antreten.
Die Nacht zuvor hatte ich nicht wirklich gut geschlafen.
Auch wenn nun eigentlich wirklich gar kein Anlass zur Sorge besteht, hatte ich mich doch immer wieder bei Gedankengängen ertappt die da per: „was wäre wenn...“ in dunkle Szenarien leiteten.
Quatsch!!! Ich muß gefälligst schlafen!
Pünktlich saß ich um 7:00Uhr, bei strömendem Regen und Dunkelheit, mit meiner Frau - bepackt mit einem mittlerweile ziemlich großen Ordner der alle (!) Unterlagen zu der bisherigen Geschichte enthält, im Auto und startete den Motor.
Aber wir kamen gerade mal 2-3m weit aus der Parklücke raus und wieder zurück:
Das linke Hinterrad litt an chronischem Luftmangel...
Da wir so ein relativ modernes Auto haben, bei dem es statt eines Reserverades nur einen Kompressor und eine Flasche Dichtmittel gibt (Ich gebe aber zu, daß ich bei dem Sauwetter und bei der Dunkelheit vermutlich auch erst mal kein Rad gewechselt hätte) und da man damit aber auch nicht unbedingt viel weiter kommt wenn das Rad im Verlaufe der Nacht bereits seinen kompletten Inhalt ausgehaucht hat und das Auto nur noch auf der Felge steht, durften wir erst mal warten bis 8:00h um dann den Reifendienst anzurufen und gleich im Anschluß in Würzburg, um einen neuen Termin zu vereinbaren...
Den haben wir jetzt am 27. Januar und ich werde mich bis dahin wohl noch gedulden müssen.
Mittlerweile wurde unserem Hinterrad erfolgreich ein (fast tumorartiger

) Nagel aus der Lauffläche herausoperiert und dem Patienten geht es auch wieder besser!
Na ja, bis auf diese dumme Geschichte läuft so ziemlich alles wieder:
Es hatte allerdings etwas gedauert, bis ich zu Hause endlich all die Therapeuten beisammen hatte, die dazu in der Lage waren mich nach der Reha weiter zu behandeln.
Und bis ich da dann auch überall zeitnah Termine hatte war das eine ganz schöne Telefoniererei und Rennerei.
Ich hätte gar nicht geglaubt, daß sich das hier in unserer relativ städtischen Umgebung so schwierig gestalten würde. (Ich glaube ich sollte nie mehr behaupten daß Bad Windsheim hinter dem Mond liegen würde – dort war das alles gar kein Problem!

)
Aber mittlerweile bin ich jetzt auch hier ganz gut versorgt.
Ein Besuch beim Augenarzt hat ergeben, daß mein rechtes Auge sich doch erheblich verschlechtert hat. Auch wenn der Sehnerv nun wirklich woanders liegt, hat mir der Augenarzt doch glaubhaft versichert, daß das durchaus einen Zusammenhang haben könne:
Er meinte daß ich wohl bereits einen „versteckten“ Sehfehler hatte, den das Gehirn aber immer ausgeglichen habe. Nur sei mein Hirn jetzt aber mit anderen Dingen beschäftigt und habe diese Unterstützung damit eingestellt...
Na Danke!
Hoffentlich tritt da jetzt nicht noch mehr - bisher „versteckter“ - Blödsinn zu Tage!
Jedenfalls versuche ich mich jetzt seit ein paar Tagen im tragen einer Gleitsichtbrille, was ja zumindest anfangs auch nicht wirklich förderlich ist um halbwegs geradeaus laufen zu können oder schwankungsfrei Treppen zu steigen...
Seit 28. November bin ich wieder am arbeiten.
Zunächst mal 4 Stunden. (Vorschlag war mit 2 Stunden anzufangen. Aber da könnte ich höchstens den anderen Kaffee kochen und dann wieder nach Hause gehen!)
Ich gestehe aber, daß ich im Moment nach 4 Stunden Großraumbüro ganz froh bin wenn ich wieder draußen bin. Das Echo in meinem Kopf produziert dann schon einen Abklatsch der normalen Bürogeräusche (Telefonate, Gespräche, Besucher,...) in einer Lautstärke die mich an eine viel befahrene Bundesautobahn erinnert.
Nach 1-2 Stunden zu Hause gehen aber auch diese Geräusche dann wieder vorbei.
Wenn alles so bleibt, werde ich ab dem 9. Januar wohl offiziell wieder „normal“ arbeiten, mir aber weiter herausnehmen, mich hin und wieder mittels Überstunden abfeiern verabschieden zu können wenn es all zu dolle wird.
Hier ein ganz dickes Dankeschön an meine direkten Kollegen die mich hier sehr gut unterstützen.
Zu sonstigen Beschwerden:
Die Fazialisparese ist kaum noch zu bemerken. Hin und wieder wird allerdings die Schläfe auf der operierten Seite noch dick, so daß der Bügel der Brille eher neben das Ohr passt als hinter selbiges.
Ich versuche noch heraus zu bekommen wann das immer passiert, aber bis jetzt habe ich noch kein einheitliches Bild für eine mögliche Ursache entdecken können.
Aber hilfreich ist hier nach wie vor die Lymphdrainage.
Seit neustem meldet sich beim spazieren gehen in der Kälte hin und wieder der mittlere Ast des Trigeminus durch ziemlich schmerzhaftes ziehen.
Aber im Großen und Ganzen geht es mir doch schon wieder SAUGUT!!
P.S.:
Zu deiner Frage nach der Klinik vor der OP:
Bei der namentlichen Nennung der örtlichen Klinik möchte ich hier vorsichtig sein, da sie in meinem Fall nun wirklich nicht gerade eine rühmliche Rolle gespielt hat oder sich mit irgendwelchem anderen Ruhm außer Kortison-Verbrauchsrekorden bekleckert hätte.
Allerdings wird jeder der hier aus der Nähe ist (siehe meine PLZ und dann das nächst größere Städtchen

) wissen wer gemeint ist und vorgewarnt sein, da es hier in der Umgebung nur eine Klinik mit HNO-Abteilung gibt.
Ich muß aber ausdrücklich betonen, daß andere Abteilungen der gleichen Klinik (z.B. die Urologie, wie ich das gerade bei der OP eines Bekannten mitbekommen habe), hier sogar einen deutschlandweit führenden Ruf genießen und durchaus eine gute Adresse sein mögen.
Bei der HNO-Abteilung habe ich da aber mittlerweile eine deutlichst andere Meinung, zu der ich aber auch stehe!
liebe Grüße
lueckge