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 Betreff des Beitrags: Erfolgreiche OP in Berlin....
BeitragVerfasst: 22.03.2012, 11:34 
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Registriert: 20.10.2011, 18:30
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....fast zwei Jahre später schaffe ich es nun mal über all das Erlebte zu schreiben. Ich habe mich zwar bereits gleich nach meinem Eingriff im November 2010 hier umgesehen aber erst im Oktober 2011 angemeldet, konnte aber bisher einfach nicht darüber schreiben.
Erzählt hat mir von diesem Form Herr Prof.Dr.med. Bloching aus dem Klinikum Berlin-Buch.
Nun will ich doch mal darüber schreiben um anderen vielleicht Mut zu machen.
Für mich persönlich ist damals eine Welt zusammen gebrochen als ich die Diagnose bekam. Ich bin bis zum Endergebnis immer von einem Hörsturz (der erste 2002, der zweite 2005 und der dritte 2010) ausgegangen und wurde bis dato auch so behandelt. Nur der Fürsorge und Beharrlichkeit meiner Ärzte ist es zu verdanken das ich irgendwann bei Prof.Dr.med. Marc Bloching im Klinikum
Berlin-Buch "gelandet" bin.

Ich fühlte mich vom ersten Gespräch an in guten Händen und wurde in mehreren Gesprächen umfassend über das AN und alle Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt. Im April 2010 entschied ich mich dann für eine OP im besagten Klinikum.
Als ich dann im Mai ins Krankenhaus ging dachte ich das ich nach ein paar Tagen alles hinter mir haben werde und wieder arbeiten gehen kann, es ist nicht so das es nicht ernst genommen habe aber ich glaube meine Familie und meine Kollegen machten sich damals mehr Gedanken um mich, als ich.
Es ging mir nach dem 6 stündigen Eingriff mäßig doch Dank der Medikamente hat man ja keine Schmerzen. Nach einer Nacht auf der Intensivstation wurde ich auf die Station verlegt und auch dort sehr liebevoll und fürsorglich betreut. Nach anfänglichen "schwindelerregenden" Spaziergängen auf dem Krankenhaus Flur schaffte ich es am dritten Tag ca. 100 Meter bis vor die Klinik. Ich fühlet mich danach zwar wie nach einem Halbmaraton war aber unendlich glücklich, da mein "altes Leben" mich nun bald wieder haben sollte.
Nach nur einer Woche wurde ich entlassen und bin dann für 3 Wochen zur REHA, was ich nur jedem empfehlen kann.
Nunmehr befinde ich mich seit fast zwei Jahren wieder im Berufsleben und es geht mir gut. Leider habe ich mein Gehör auf dem rechten Ohr vollständig verloren, aber ich denke es hätte alles in allem schlimmer kommen können.
Mir war es ein Bedürfnis dieses Forum zu nutzen um das Klinikum Berlin-Buch und vor allem Prof.Dr.med.Bloching und sein Personal lobend zu erwähnen. Vielleicht hilft es ja einem Nutzer bei der Entscheidungsfindung ?!.

simone43


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfolgreiche OP in Berlin....
BeitragVerfasst: 30.03.2012, 19:29 
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Registriert: 24.01.2012, 19:08
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Geburtsjahr: 1968
Hallo liebe Leser des Forums,
ich lese seit Januar verschiedene Berichte zum Thema AN.
Ich selber bin als Ehepartner betroffen und finde von Angehörigen wenig im Forum. Mein Mann bekam die Diagnose Anfang Januar 2012 und einen Termin zum Spezialisten Ende Januar 2012. So sind wir in Erfurt gleich unwissend an einen wirklich guten Spezialisten gekommen. Professor Rosahl war beeindruckt vom sehr gut funktionierenden Gleichgewicht und verstehen der Flüstersprache (von hinten links) und er operiert bei diesem Zustand sehr ungern, aber bei einer Tumorgröße von 2,4cm ist keine andere Behandlung möglich. Mit diesem Resultat fuhren wir nach Hause, da der gelegendliche Schwindel und die Größe des AN sicherlich nicht von alleine verschwinden, hat sich mein Mann für eine OP entschieden. Der Termin stand für den 01.03.2012 und die Gelassenheit meines Mannes machte mich Wahnsinnig. Aber die Tage vor der OP waren mit den VORAB INFOS sehr sehr anstrengend. Professor Rosahl war eigendlich der Fels in der Brandung, der nicht von einer einfachen OP sprach, aber von machbar und mit dem Ziel den Fascialesnerv und den Trigeminusnerv (die oberhalb und unterhalb das AN umspannten) zu erhalten. Vom Hörnerv und Gleichgewichtsnerv war keine Rede, da er hier keine Prognose geben konnte und wir damit auch bis dahin gut umgehen konnten.
Die OP erfolgte im Sitzen und war durch einen Herzfehler auch noch zum Risiko geworden und somit begann für mich der Alptraum am 01.03. - WARTEN 7 Stunden lang! Bis auf den erlösenden Anruf von Pof. Rosahl - OP gut verlaufen -Tumor entfernt- Fasciales und Trigeminus erhalten. Ich konnte meinen Mann auch noch auf der Intensivstation besuchen. Die folgenden Tage waren für mich sehr überraschend, nach den vielen Berichten im Forum war ich total verunsichert und besorgt. Mein Mann konnte vom zweiten Tag an aufstehen, sein Gangbild hat sich bis zur Entlassung nach 7 Tagen soweit gefestigt, dass er ohne sichtbarer Schwankungen das Klinikum verließ.
Die letzten vier Wochen waren für ihn eine Umstellung - taub auf dem linken Ohr - Druck im Mittelohr links und unsagbare Verspannungen im Nacken und Halsbereich duch Fehlbelastung nach der OP - Gleichgewichtsprobleme im Sehbereich.
Es ist doch schon eine medizinische Meisterleistung vom Ärzteteam von Professor Rosahl in Erfurt und sicherlich auch ein wenig Glück, dass alles so verlaufen ist und daher sind auch wir dafür dankbar.
Der weitere Verlauf wird zeigen, wie mein Mann mit dem fehlenden Gehör lernt umzugehen-leider ist es schwer einzuschätzen, da mein Mann die gleiche Gelassenheit zeigt wie vor der OP.
Hoffentlich habe ich mit unserem Bericht keinen gelangweilt!
Danke an alle, die so fleißig ihre Erfahrungen niedergeschrieben haben und mir damit geholfen haben mit der Diagnose TUMOR umzugehen.
Bis bald im Forum Benny


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfolgreiche OP in Berlin....
BeitragVerfasst: 30.03.2012, 19:46 
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Registriert: 14.08.2007, 19:35
Beiträge: 1050
Wohnort: Leipzig - D
Land: D
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1939
Liebe/r Benny,

vielen Dank für Deinen/Eueren Bericht.
Schön, daß der Bericht positiv ausfällt. "Schuld" daran sind mindestens zwei: der Patient, der die Sache richtig anging, und der Arzt, den auch ich als sehr einfühlsam, nachdenklich und optimistisch kennenlernen konnte. Konkrete, Mut machende Aussagen, das tut dem Patient gut und schafft Vertrauen zum Arzt.
(Die dritte Person - die Frau - hat natürlich auch ihren gehörigen Anteil am Ergebnis.)

Der Satz "Die folgenden Tage waren für mich sehr überraschend, nach den vielen Berichten im Forum war ich total verunsichert und besorgt." greift das alte Thema auf, nämlich, daß in einem Forum mehr sorgenvolle, ratsuchende, auch schockierte Meinungen zu finden sind als Positivberichte. Davon darf man sich aber nicht beeindrucken lassen. Das liegt in der Natur des Betreffs dieses Forums. Schön deshalb, so einen Bericht zu lessen. Mein Wunsch: daß Ihr weiter aktiv im Forum bleibt.

Über das Leben mit nur einem hörfähigen Ohr findet Ihr im Forum etliche Beiträge. Das meistert Ihr !

Beste Grüße und
alles Gute für die vollständige Rehabilitation

ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)


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