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Amsel
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Verfasst: 15.07.2011, 15:37 |
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Registriert: 31.05.2011, 16:54 Beiträge: 28 Wohnort: Nürnberg
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Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1962
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Hallo, liebe AN-Foris!
In einem Beitrag habe ich gerade gelesen, daß jemand nach einer OP vollständig ertaubt ist, der vorher schwerhörig war. Das scheint auch bei anderen immer wieder vorzukommen und läßt sich wohl nicht verhindern.
Mich würde interessieren, was die Taubheit auslöst. Bei translabyrinthärem OP-Zugang ist ja die Taubheit automatische Folge der OP (werden außer dem Labyrinth die Gehörknöchelchen entfernt?).
Bei subokzipitalem und transtemporalem OP-Zugang kann ich es mir nicht so recht erklären. Muß man vielleicht davon ausgehen, daß der Hirnnerv (der Cochlea-Anteil) geschädigt/zerstört wird?
Ich freue mich, wenn mir jemand dazu eine Info geben könnte.
Herzliche Grüße
Amsel
_________________ 1962/w. Diagnose 20.5.11: AN rechts, 13mm x 8mm x 7mm, intra- und extrameatale Anteile, rechts taub, rechts Tinnitus, Schwindel/Gleichgewichtsstörungen Operation: 22.09.11, Erlangen - Otochirurgie (Prof. Iro/Prof. Zenk), translabyrinthärer Zugang
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ANFux
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Verfasst: 16.07.2011, 20:30 |
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Registriert: 14.08.2007, 19:35 Beiträge: 745 Wohnort: Leipzig - D
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Geburtsjahr: 1939
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Liebe Amsel,
wenn bei einer AN-OP von Taubheit gesprochen wird, dann ist die einseitige gemeint, also die auf der Seite, auf der der Tumor sitzt oder sass.
Auf der Homepageseite (ausserhalb des Forums!) zur Therapie, genauer auf der Seite zur Operation, steht u.a.
"Bereits vor der OP eingetretener Hörverlust bleibt häufig bestehen. Wird der Hörnerv während der OP stark in Mitleidenschaft gezogen oder gar beschädigt, führt das zu Schwerhörigkeit oder Taubheit auf dem jeweiligen Ohr. Ausfälle der Hörfunktion lassen sich durch geeignete Hörhilfen kompensieren."
Bitte dort lesen. Zuvor werden dort die Schwierigkeiten geschildert, wenn der Tumor von den Nervenhüllen abgelösst wird.
Um eine weitere Frage gleich vorwegzunehmen: Ganz grob gesagt, gelingt es heute guten Operateuren, in 50 bis 75 % der Fälle ein Hörvermögen zu erhalten. Mehr sage ich nicht zu den Aussichten in Zahlen!
Beste Grüsse ANFux
_________________ 1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.
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Amsel
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Verfasst: 17.07.2011, 02:11 |
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Registriert: 31.05.2011, 16:54 Beiträge: 28 Wohnort: Nürnberg
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Lieber ANFux,
herzlichen Dank für Deine Antwort!
Ich hatte schon fleißig auf der Hauptseite der HP gestöbert.
"... Wird der Hörnerv während der OP stark in Mitleidenschaft gezogen oder gar beschädigt, führt das zu Schwerhörigkeit oder Taubheit auf dem jeweiligen Ohr ..."
Dieser Satz ist mir offenbar entgangen. Bitte entschuldige.
Es war mir bisher nicht bewußt, daß auch der Cochlearis-Anteil des Vestibulocochlearis-Nerven geschädigt werden kann, bzw. wohl häufig geschädigt wird. (durch die OP)
Naja, ich bin ja sowieso schon ein Einohrhase. Ich bin ja immerhin in der glücklichen Lage und sehr dankbar, ein gesundes Ohr zu haben.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann einmal CIs, die mehr als einen "Höreindruck" vermitteln, ... und für die ja ein intakter Hörnerv notwendig ist.
Bei mir ist diesbezüglich noch nichts getestet worden. Ich merke aber, daß ich einen geringen Hörrest habe. Es klingt, als ob man über eine leere Flasche blasen würde, zusätzlich leicht metallern, kann aber nichts verstehen, ist nur ein leises Geräusch. Ich habe bei 125 Hertz eine Hörschwelle von 50 dB, höhere Frequenzen liegen bei höherer dB-Zahl [habe gerade mein Ton-Audiogramm leider nicht zur Hand].
Es hat mich sehr (!) überrascht, daß sich mein Hörvermögen um 20 dB verbessert hat (ich glaube, nicht auf allen Frequenzen, ich erinnere mich aber sicher, bei 125 Hertz hatte ich vier Wochen zuvor direkt nach der plötzlichen Ertaubung eine Hörschwelle von 70 dB). Ich hatte ja zu Beginn zehn Tage Cortison-Therapie. Vielleicht hat diese ja die die Verbesserung gebracht, die für ein nennbares Hören aber viel zu gering ist.
Herzliche Grüße
Amsel
PS: Ich habe noch einmal gesucht und noch nichts darüber gefunden, warum ein translabyrinthärer OP-Zugang in jedem Fall zur Taubheit führt. Kann mir jemand dazu etwas mitteilen?
_________________ 1962/w. Diagnose 20.5.11: AN rechts, 13mm x 8mm x 7mm, intra- und extrameatale Anteile, rechts taub, rechts Tinnitus, Schwindel/Gleichgewichtsstörungen Operation: 22.09.11, Erlangen - Otochirurgie (Prof. Iro/Prof. Zenk), translabyrinthärer Zugang
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ANFux
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Verfasst: 17.07.2011, 18:40 |
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Registriert: 14.08.2007, 19:35 Beiträge: 745 Wohnort: Leipzig - D
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Geburtsjahr: 1939
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Liebe Amsel,
beim translabyrinthären Zugang wird das Innenohr quasi "ausgeräumt" wie die HNO-Chirurgen salopp sagen. Zum Innenohr gehören die Hörschnecke und das Gleichgewichtsorgan, bestehend aus den Bogengängen.
Auch hier verweise ich auf die Homepageseiten "Therapie - Operation - Die drei Zugangswege - Translabyrinthärer Zugang......"
ANFux
_________________ 1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.
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