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Gelassen, optimistisch und planmäßig
Liebe Bigi,
Kompliment, nein: gleich zwei; zum einen, dass Du es gleich geschafft hast, einen Beitrag ins Forum zu stellen, und zum anderen, weil Du Dich ganz offensichtlich schon nach kurzer Zeit von dem ersten Schock erholt hast und nach vorn schaust, gefasst und planend.
Das ist das Beste, was Du machen kannst.
Eine Rückschau bringt nichts. Die Diagnose ist bei Dir offensichtlich nicht verschleppt worden, und die Frage Warum gerade ich?“ führt sowieso nichts. Also nur nach vorn schauen.
Es sind gar nicht so viele Fragen, die Du stellst, aber ich bin sicher, Dich plagen noch weitere. Raus damit in den nächsten Tagen!
Die Schluckbeschwerden können mit dem Akustikusneurinom zusammenhängen. (Auch ennasus berichtete von derartigen Beschwerden.) Notiere sie, ihre Stärke und ihr Auftreten auf dem Notizzettel, den Du Dir für das Gespräch mit den Kandidaten für die Operation anlegen solltest.
Eine Flugreise ist differenziert zu bewerten. Bei manucux hatte ich eine ähnliche Frage bejaht, bei ennasus verneint. Bei Letzterer ist das Akustikusneurinom zystisch ausgebildet, bei manucux nicht. Sie hatten beide quasi keine Schwindelbeschwerden unterschiedlich ausgeprägt.. Da Du nicht über Schwindel schreibst, scheint nichts gegen einen Flug zu sprechen. Aber bitte: ich bin kein Arzt. In den beiden genannten Fällen habe die Ärzte zwar meine Empfehlungen bestätigt, aber im Zweifle sollte der Arzt konsultiert werden – ein operierender, nicht der Hausarzt!
Die drei Nerven, Du meinst sicher Gesichtsnerv, Hörnerv und Gleichgewichtsnerv, kannst Du nicht gezielt stärken. Du kannst nur versuchen, sie etwas zu schonen, Unangenehmes von ihnen fernzuhalten. Meide Lärm, Hitze, starke Anstrengungen, die den Druck im Kopf sprichwörtlich steigen lassen, und meide auch psychischen Streß, denn der hat die gleiche Wirkung auf die Blutversorgung des Kopfes wie körperliche Anstrengung.
Da sind wir bei der Frage nach der Vorbereitung auf die Operation. Bei der Vorbereitung gibt es eine organisatorische, eine physische und eine psychische Seite zu beachten.
Etwas hatte ich schon erwähnt: Lege Dir einen Notizzettel an, in dem Du alle beobachteten Symptome, die Zeit ihres Auftretens, die Stärke, einen möglichen Zusammenhang zu Handluchen oder Situationen, aufschreibst. Eine Anamnese, Deine gesamte Krankengeschicht, ist auch hilfreich, dazu die Medikamente, die Du einnimmst.
Auch Kontakt zur Rentenversicherung wegen einer Anschlußheilkur ist sinnvoll.
Fast untergegangen: Natürlich die Arzt- und Klinikauswahl!
Auf keinen Fall gehört dazu die Renovierung der Wohnung und solcher Dinge, die einer Hausfrau und einem Familienvorstand schon lange unter den Nägeln brannten!
Physisch kannst Du wenig tun. Das hängt allerdings von Deiner jetzigen physischen Kondition ab. Ich habe damals ein Fahrrad gekauft und bin mit meiner Frau in Reit im Winkel, im Gebirge mit weitem Tal, drei Wochen in den Urlaub gefahren. Eine Operation incl. Narkose ist eine Belastung für den gesamten Organismus, und da ist eine kleine Trainingsphase zuvor nicht übel.
Stichwort Urlaub. Damit beginnt auch die psychische Vorbereitung. Die Stressreduzierung gehört unbedingt dazu! Optimismus gewinnen. Etwas tun, das Freude macht, das ablenkt. Auf Altgewohntes intensiver und anders schauen und sich so ablenken und erfreuen.
Jetzt mache ich erst einmal Platz für andere Wortmeldungen.
Ich wünsche Dir eine produktive Zeit bis zum Therapiebeginn.
Herzliche Grüße
ANFux
PS:
Ein drittes Kompliment muß ich aussprechen: Stadt- und Land im Profil angegeben, dazu eine Signatur mit den wichtigsten Daten. Das ist vorbildlich.
_________________ 1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.
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