IG Akustikusneurinom (IGAN)

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Forum Akustikusneurinom

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 Betreff des Beitrags: Betreuung (Intensivstation) nach OP
BeitragVerfasst: 22.01.2011, 16:37 
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Hallo, ich bin neu hier und hätte auch ein paar Fragen ...

Vor 4 Wochen Diagnose Akustikusneurinom, Größe : 25 mm x 19 mm
Habe mir bereits viele Infos geholt und habe mich jetzt für die Klinik in Halle bei Prof. Strauss entschieden.

Habe mich da sehr wohl gefühlt, Angst ist trotzdem da.
Mache mir Gedanken darüber was danach geschieht, in Bezug auf die Intensivstation.
Wie läuft es da ab? Wie wird man betreut, geht es einem danach noch sehr schlecht....????

Liebe Grüße
Molo :-)


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BeitragVerfasst: 22.01.2011, 17:53 
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Hallo Molo,

auf der Intensivstation war für mich nur das dauernde Kommen und Gehen nervig.
Nach der OP wurde ich auf der Intensivstation wach, komplett verkabelt mit allen Überwachungsmechanismen. Ich wurde angesprochen, untersucht, das Ganze wiederholte sich 30- minütig. Konnte so um 8.00 Uhr abends schon ein wenig Tee trinken und bei mir behalten.

Am nächsten Morgen durfte ich mich aufsetzen, als das gut klappte, konnte ich die Beine aus dem Bett hängen. Danach wurden der Katheder, Sauerstoff und alles weitere entfernt.

Als mein Pfleger mir sagte dass ich, wenn ich mich wohl fühle, mich waschen könnte und danach auf Station verlegt würde, ließ ich mir schnell helfen.

Jetzt durfte ich versuchen ob ich frühstücken kann/will. Ein bißchen Pudding ging, Tee auch. Gegen 8.00Uhr wurde ich schon verlegt.

Ich war etwa 12 Stunden auf der Intensivstation. War auch das erste Mal an so vielen Geräten angeschlossen, ist aber nötig. Es ist halt immer jemand in der Nähe, man ist gut aufgehoben. Probleme hatte ich soweit keine. Die Regel sind so 1-2 Tage auf der Intensivstation,je nach Befinden.

lg Norbert


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BeitragVerfasst: 22.01.2011, 18:22 
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Hallo Molo

Bei mir war auf der Intensivstation ähnlich wie bei Norbert.
Du kommst ja nach der OP auf die Intensivstation, weil du dort eben intensiv überwacht werden kannst. Deshalb bist du auch an diversen Geräten angeschlossen.
Ich konnte gegen Abend auch schon etwas essen und bin am Tag nach der OP wieder kurz aufgestanden. Dazwischen habe ich immer wieder gedöst, was ja nach der OP auch nicht verwunderlich ist. Ist alles OK, dann wirst du in der Regel wieder auf das Zimmer verlegt.
Intensivstation tönt tatsächlich schlimmer als es ist. Und davor brauchst du wirklich keine Angst zu haben.

Lg Yosuke

_________________
1957, m, AN rechts, Grad IV a, 1.5x1cm extrameatal, 1.3x0.5cm intrameatal, Diagnose November 2009, OP in Bern Lindenhofspital am 8. Nov. 2010, AN entfernt, Hörnerv intakt aber zur Zeit taub, Reha in Walzenhausen


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BeitragVerfasst: 25.01.2011, 11:49 
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Hallo!

Also meine Erfahrung mit der Intensivstation war "intensiver". Ich war genau eine Woche dort, da ich noch eine Liquor-Drainage gelegt bekommen habe..(durfte mich nicht bewegen)

Der Betreuung ist klasse! Ich war relativ lange "hilflos" und war froh, dass immer jemand da war. Klar ist es nervig, dass man nie durchschlafen kann. Man wird alle 30 min geweckt und untersucht und die Nacht hört meist schon um 4:30 Uhr auf. Dann wird gewaschen und umgezogen. Ich konnte danach immer nochmal am besten schlafen ;-)

Hab keine Angst vor der Intensivstation!

viele Grüße
Sonja

_________________
1983/w aus FFM, AKN OP 11.01.2010 in Mainz, seit OP rechts Taub


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BeitragVerfasst: 30.01.2011, 10:37 
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Liebe Molo,

ich denke (und hoffe), daß Deine Ängste jetzt weg sind - oder noch nicht?
Die drei Schilderungen sind sehr informativ und zutreffend. Die Liegezeit ist individuell verschieden, je nach OP-Verlauf. Aber niemand liegt dort unnötig lang, denn diese Plätze werden als Reserve im Krankenhaus benötigt.
Der Name könnte Angst machen, aber er sagt "nur", daß dort sehr intensiv nach dem Patient geschaut wird, intensiver, als das für andere Patienten nötig und durchführbar wäre - wenn erforderlich mittels Meßgeräten. Aber es tut nicht weh und ist gut für Dich.

Wenn Du eine Meinung speziell zur Situation in Halle wünschst, schreibe doch an Noki mal eine VN. Er war dort Patient.
Also, Angst beiseite und positiven Gedanken Platz!

Beste Grüße

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.


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BeitragVerfasst: 31.01.2011, 22:16 
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Hallo, lieben Dank an euch.
Ich habe alles gelesen und bin etwas aufgeklärter. Meine Angst hält sich in Grenzen.Ich bin jetzt 4 Wochen vor meiner OP,lieber möchte ich weglaufen.


Na ja, es gibt Schlimmeres.

Beste Grüsse !!!!!!!


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 10:44 
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Falls du zu aufgeregt bist - rede mit deinem Arzt! Ich hab was zur Beruhigung bekommen, das hab ich eine Woche vorher angefangen zu nehmen - so konnte ich wenigstens schlafen.

weißt du schon, "wie" du operiert wirst?

Liebe Grüße
Sonja

_________________
1983/w aus FFM, AKN OP 11.01.2010 in Mainz, seit OP rechts Taub


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 16:26 
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Hallo Sonja,

danke für deine Tipps.
Werde im Liegen operiert. Hinterm rechten Ohr wird ein 5-DM grosses Loch gemacht.
Mein Tumor sitzt gleich dahinter.
Wie lange alles dauert weiß ich nicht.

Grüsse Molo


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 18:43 
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Liebe Molo,

der Zugangsweg zu Deinem ungebetenen Untermieter heißt suboccipital. Es ist der klassische Weg der Neurochirurgen. Wenn Du mehr darüber wissen willst: Homepage der IGAN - Seite Therapie - Seite Operation - Seite Zugangswege.

Gruß
ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl. der IGAN.


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 19:42 
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Hallo Molo,

es dürfte nicht mal die Größe eines 5 DM-Stückes haben... ;)

rechts hinter dem Ohr, genau wie bei mir - mancher Operateur
verschließt die Schädelöffnung mit Knochen/Gewebe -
in meinem Fall wurde es so belassen (verheilt und stört nicht).

Ob die OP in Sitzhaltung durchgeführt wurde, habe ich nicht
in Erfahrung gebracht (Liegen und Sitzen ist
möglich), wohl aber die Schädelfixierung -
mittels Schraubklammern ist der Kopf eingespannt -
gemerkt habe ich es an einer zusätzlichen Naht nach der
OP.

Ohne Vergleiche mit anderen Öffnungswegen vornehmen
zu können, sind die bloßen OP-Spuren (Narbe) sehr gering
bzw. fallen gar nicht auf. Die Stelle selbst ist (bei mir)
nicht sonderlich druckempfindlich und hatte zu keiner
Zeit geschmerzt. Beim drüberstreichen mit den Fingern
spürt man eine Delle - das ist auch schon alles.

Kein Grund zur Veranlassung (frei nach Rolf Miller) -
das wird schon. Viel Glück und alles Gute.

Viele Grüße
snowdog

_________________
snowdog - Jg. 62, m, verh., 2 Söhne, AN rechts 5 x 8 mm, neuro-chirurg. suboccipital AN-OP in Offenbach Apr.08, postoperativ Liquorfistel, keine Fazialisparese, einseitig taub, chronische Kopfschmerzen, jährliches Kontroll-MRT für die ersten 5 J.


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