Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

......im Fokus der Interessengemeinschaft Akustikusneurinom IGAN.
Informationen, Beratung, Erfahrungsaustausch, Hilfe zur Selbsthilfe..

Rehabilitation und Akustikusneurinom

Wann ist eine Rehabilitation nach einer Akustikusneurinom - Therapie sinnvoll?

Nach einer Akustikusneurinom - Operation ist es angebracht, eine Phase der Rehabilitation einzulegen und diese gezielt und intensiv dafür zu nutzen, sich von den Belastungen durch die Operation zu erholen. Je nach Verlauf und Ausgang der Operation kann es auch zu temporären Beeinträchtigungen von Nerven und zu Gleichgewichtsproblemen gekommen sein, deren Minderung oder Beseitigung durch ein Bündel von Maßnahmen erreicht werden kann. Ob eine organisierte Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll oder gar notwendig ist, hängt auch davon ab, wie groß die Beeinträchtigungen durch das Akustikusneurinom bereits vor der Operation waren. Aber auch das persönliche Umfeld, das die/den Operierten nach der Operation zu Hause erwartet, spielt eine Rolle. Alleinwohnende Singles oder Hausfrauen mit einem mehrköpfigen Haushalt, die zu Hause sofort alle Alltagspflichten wieder schultern müssten, sind gut beraten, sofort an den Klinikaufenthalt eine stationäre Kur anzutreten.

Gibt es eine spezielle Akustikusneurinom - Rehabilitation?

Eine spezielle Akustikusneurinom - Rehabilitation mit quasi standardisiertem Programm, gibt es nicht. Der Grund sind die völlig unterschiedlichen Schwerpunkte, die für die Akustikusneurinom - Operierten gesetzt werden müssen, je nachdem, wie die Belastung vor der Operation, der Operationsverlauf und das Operationsergebnis waren und welche Operationsfolgen evtl. aufgetreten sind. So können neben Maßnahmen zur allgemeinen Kräftigung, für sicheres Bewegen und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens auch spezielle Maßnahmen sinnvoll bzw. notwendig sein, wie z.B. Gleichgewichtstraining oder logopädische Übungen.

Der operierende Arzt wird hier beratend tätig werden – wenn nicht, sollte man ihn fragen, was er empfiehlt. Nach einer Strahlentherapie ist i.a. keine Reha - Kur erforderlich.

Welche Möglichkeiten der Rehabilitation gibt es?

Die Rehabilitation nach einer Akustikusneurinom - Operation kann in Eigenregie, ambulant oder stationär erfolgen.

Mit Eigenregie ist gemeint, dass die oder der Akustikusneurinom - Operierte zu Hause allein ein Programm abwickelt, das sie/er sich selbst verordnet und das ihm ein erfahrener Betroffener oder auch ein Physiotherapeut empfohlen oder ausgearbeitet hat.

Eine ambulante Reha - Kur beinhaltet ein Behandlungsprogramm in einer Reha - Einrichtung in Wohnortnähe bei Übernachtung zu Hause. Hier ist Arbeitsbefreiung erforderlich.

Auch eine stationäre Kur setzt Arbeitsbefreiung voraus. Bei ihr verbringt die/der Akustikusneurinom - Operierte einige Wochen in einer Kurklinik. Wenn eine stationäre Kur sich unmittelbar an den Klinikaufenthalt (oder wenige Tage danach) anschließt, spricht man von einer sogenannten Anschlussheilbehandlung (AHB).

Wird die Kur mehrere Wochen oder Monate nach der Operation angetreten, spricht man von einer Reha-Kur.

Wie findet man eine gute Rehaklinik?

Die Möglichkeit einer Rehabilitationskur nach der Akustikusneurinom - Operation sollte man bereits in der Vorbereitung auf die Operation berücksichtigen. Dazu gehört das Einholen von Informationen bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger oder bei der zuständigen  Krankenkasse über das Procedere einer Kurbeantragung genauso wie die Auswahl in Frage kommender Kureinrichtungen.

Die Rentenversicherung ist zuständig für Rehamaßnahmen von Erwerbstätigen. Für Rehamaßnahmen bei Rentnern und einigen anderen Personengruppen ist die jeweilige Krankenversicherung zuständig. Die genaue Auflistung der versicherungspflichtigen Voraussetzungen und Personengruppen sind am besten den unten genannten Broschüren der Rentenversicherung zu entnehmen. 

Die Rehaklinik für eine Kur nach einer Akustikusneurinom - Operation sollte in ihrem Leistungsprofil die Sachgebiete Orthopädie und Neurologie enthalten, evtl. auch den speziellen Hinweis auf Anschlussheilbehandlungen.

Adressen von Rehakliniken kann man bei den Rentenversicherungsträgern erfahren (mehr Infos dazu s.u.), aber auch im Internet gibt es Portale, die für Kassenverbände, Regionen oder ganze Länder die Rehakliniken auflisten und beschreiben.

Es gehört heute schon zum Standard, dass Kliniken Prospekte über ihr Haus und ihre Leistungen haben und diese auf telefonische oder schriftliche Anfrage kostenlos zusenden. Bei der Anforderung von Prospektmaterial sollte man gezielt danach fragen, ob die Klinik Erfahrungen mit Akustikusneurinom - Operierten und ggf. mit konkret im Einzelfall vorliegenden Situation wie etwa Fazialisparesen hat.

Schließlich bietet auch das Forum der IGAN zum Akustikusneurinom in der Rubrik Rehabilitation / Rehakliniken Erfahrungsberichte von Patienten verschiedener Rehakliniken.

Und ein Erlebnisbericht der besonderen Art, zu finden über einen Link auf dem rechten Rand dieser Seite, vermittelt augenzwinkernd die Erfahrungen eines aktiven Forumsmitgliedes.

Der Weg zu einer Reha - Kur

Mit der Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung oder Rehakur sollte man sich bereits im Vorfeld der Operation beschäftigen. Vom zuständigen Rentenversicherungsträger bzw. von der jeweiligen Krankenkasse kann man sich schon Hinweise zum Stellen eines Kurantrages und das entsprechende Formular geben lassen. Auch mit dem Hausarzt, Neurologen oder HNO - Arzt, der die Überweisung zur Operation machen wird, kann man schon sprechen.

In der Klinik steht in den meisten Fällen nach der Operation der Soziale Dienst beratend zur Verfügung. Er kümmert sich darum, daß sich die Anschlußheilbehandlung nahtlos an den Klinikaufenthalt anschließt; er informiert, welches Verfahren der für den betreffenden Patienten zuständige Rentenversicherungsträger vorsieht; und er händigt den Patienten auch Antragsformulare aus. Darunter auch ein Formular für eine Verdienstbescheinigung, die die Rentenversicherung für die Prüfung benötigt, ob der Patient sog. Übergangsgeld während der Reha bekommt.

Übrigens kann man auch seinen Antrag an die Rentenversicherung bei seiner Krankenkasse abgeben. Und auch Auskünfte erhält man dort ressortübergreifend.

Wenn keine AHB gewählt wurde:
Wieder zu Hause, ist ein Kurantrag auszufüllen, vom betreuenden Arzt (nicht vom Operateur) ergänzend auszufüllen und zu befürworten, und beim zuständigen Rentenversicherungsträger abzugeben. Spätestens dann zahlt sich aus, wenn man bereits im Vorfeld Erkundigungen eingeholt hat und auch seine Wunsch-Rehaklinik angeben kann. Außerdem zahlt sich jetzt aus, wenn man sich die Ergebnisse der vor und nach der Operation erfolgten Untersuchungen und alle Diagnoseergebnisse hat geben lassen, denn die sind möglichst dem Kurantrag beizufügen.

Einige wichtige Adressen in Deutschland

Die Deutsche Rentenversicherung hat eine Internetplattform:

» www.deutsche-rentenversicherung.de , auf der viele Informationen gegeben werden. Dort kann man auch kostenlos Infobroschüren zum Thema bestellen - die Nr. 300 und Nr. 301.

In den Broschüren sind auch alle Adressen der einzelnen Rentenversicherungsträger des Bundes, der Länder und der Knappschaft aufgelistet.

Ein kostenloser Telefon-Service unter 0800 1000 4800 beantwortet werktags von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr (FR nur bis 15.30 Uhr) alle Fragen zur Rehabilitation.

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