Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

......im Fokus der Interessengemeinschaft Akustikusneurinom IGAN.
Informationen, Beratung, Erfahrungsaustausch, Hilfe zur Selbsthilfe..

Akustikusneurinom - Operation

Schädelbasischirurgie auf höchstem Niveau

Die chirurgische Operation ist derzeit die einzige Therapie, die den Hirntumor Akustikusneurinom vollständig und dauerhaft aus dem Körper entfernen kann.
Eine offene Operation, noch dazu am/im Kopf, birgt natürlich immer gewisse Risiken. Ausgeführt von erfahrenen Spezialisten, gestützt auf ein Team mit ebenso großer Erfahrung und auf modernste Technik, lassen sich diese Risiken aber so weit reduzieren oder gar ausschließen, dass die Operation des Akustikusneurinom heute immer noch die erste Wahl ist.

Die Fortschritte, die in den letzten zwei-drei Jahrzehnten in der Medizin und Medizintechnik gemacht wurden, erlauben diese optimistische Einschätzung. Dazu gehören: moderne Verfahren der Diagnose und Operationsplanung (CT und MRT), umfangreiche Voruntersuchungen vor Operationsbeginn, hochspezialisierte Narkosetechnik und –technologie, der Einsatz hochmoderner Operationsmikroskope und in den letzten Jahren zunehmend Endoskope, Ultraschallabsauggeräte, die Überwachung der Nervenfunktion während der Operation, Einsatz von Antibiotika vor und nach der Operation, zeitweiser Aufenthalt in Intensiv- und Wachstationen, und nicht zuletzt die Spezialisierung einiger Fachärzte auf diese Operationen, so dass sich bei diesen in hohem Maße Erfahrung und Geschicklichkeit vereinen. All das hat zu Recht viel Furcht vor einer „Kopfoperation“ genommen.

Bitte benutzen Sie zum Surfen auf den Seiten zur Akustikusneurinom-Therapie die Links am Ende des Textes und die Navigationsleiste rechts neben dem Text ! >>>>>

Die Grundsteine für eine erfolgreiche Operation werden bereits in den Voruntersuchungen gelegt und finden in der Nachsorge ihren Abschluß.

Ein Aspekt verdient besondere Beachtung: Die gründlichen Kenntnisse aus den Voruntersuchungen und die intraoperative Überwachung erlaubt dem Operateur während der Operation sein Vorgehen zu variieren, zu modifizieren, - alles, um Komplikationen zu vermeiden und ein optimales Operationsergebnis zu erzielen. Das ist bei anderen Therapien nicht möglich.

Voruntersuchungen vor einer Akustikusneurinom - Operation

Welche Voruntersuchungen unmittelbar vor der Operation und in der operationsausführenden Klinik durchgeführt werden, ist nicht normiert. Es hängt von Grad, Qualität und Aktualität der im Stadium der Diagnose durchgeführten Untersuchungen ab, aber auch von der Philosophie des Operateurs. Manche möchten einfach brandaktuelle Daten haben, die in ihrer Klinik entstanden sind, mit Technik, die sie kennen. Es besteht also kein Grund, mißtrauisch gegenüber älteren Diagnoseergebnissen zu sein und auch nicht zu fürchten, man sei ein besonders komplizierter Fall, gehöre einer Risikogruppe an, weil so viele Voruntersuchungen anberaumt sind. Die Untersuchungen dienen der Operationsplanung, sie sollen verhindern, dass Unvorhergesehenes den Operationsablauf erschwert, und sie bieten aktuelle Vergleichsmöglichkeiten mit dem Zustand nach der Operation.

Folgende Untersuchungen können – i.d.R. zwei Tage vor dem OP-Termin - angesetzt und realisiert werden:
Röntgen der Hals- und Brustwirbelsäule,
Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels,
Sprach- und Tonaudiograme sowie AEP-Messungen (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale - BERA),
Ultraschallmessungen des Herzens (EKG und TEE =Schluckecho),
Blutuntersuchungen.

Mit einer Operations- und Narkoseaufklärung enden die Voruntersuchungen. Die Untersuchungen sind allesamt schmerzfrei, und sie vertreiben dem Patienten die Zeit vor dem operativen Eingriff, lenken ihn ab. Bei Bedarf erhält der Patient am Vorabend eine Medizin oder Spritze zur Beruhigung.

Der Ablauf einer Operation

Die Akustikusneurinom – Operation kann sowohl von Neurochirurgen als auch von HNO-Chirurgen und auch in Teamarbeit von beiden durchgeführt werden. Zum Operationsteam gehören aber auch Ärzte für Anästhesie und für das intraoperative Neuromonitoring.

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Operationen auf höchstem technischen Niveau - mit dem Operationsmikroskop

(Quellen: Homepages der UK Erlangen (links) und UK Jena (rechts))

Der Zugang zum Tumor erfolgt auf verschiedenen Wegen. Dementsprechend ist die Position des Patienten unterschiedlich. Dazu mehr am Ende dieser Seite.
Die Operation erfolgt immer in Vollnarkose. Dort, wo der Schädel für die OP geöffnet werden soll, werden die Haare auf einer nur unbedingt notwendigen, kleinen Fläche wegrasiert. Ehe das Gehirn für den Operateur frei liegt, müssen die dicke und blutreiche (äußere) Kopfhaut, der Schädelknochen und die ebenfalls dicke und harte (innere) Hirnhaut geöffnet werden. Das erfolgt heute mit modernster Technik und in minimaler Größe. Die Zeiten, in denen große Öffnungen angelegt wurden, sind vorbei. Die Miniaturisierung der Technik und die Operationserfahrungen machen das möglich. Der Schnitt in die Kopfhaut hat etwa die Länge eines normal großen Ohres, das mit einer Diamantfräse ausgefräste Schädelknochenstück ist nur wenig größer als eine Zwei-Euro-Münze.

Je nach Operationszugang muß dann ein Teil des Gehirn vorsichtig zur Seite geschoben werden, um entweder Zugang zum knöchernen Gehörgang oder zum Tumor selbst zu haben. Der knöcherne Gehörgang, in dem i.d.R. der Ausgangspunkt des ANs liegt, wird aufgefräst.

Die Entfernung (Resektion) des Akustikusneurinoms beginnt mit einer Inspektion der Tumorlage und des Verlaufs von Gefäßen und Nerven im Operationsfeld. Überwiegend wird dafür das Operationsmikroskop eingesetzt. Wegen der besseren Sicht auf „weiter hinten“ liegende Strukturen wird mehr und mehr ergänzend das Endoskop verwendet. Damit lassen sich auch kleinste Tumorreste erkennen und entfernen.

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Akustikusneurinom im Operationsmikroskop (links),
das selbe Akustikusneurinom im Endoskop (rechts)

(Quelle: Homepage des UK Greifswald)

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Akustikusneurinom, 2x3 cm.
Links: Präparation unter mikroskopischer Sicht.
Rechts: Resektion unter endoskopischer Sicht (30 Grad)

(Quelle: Klinik für Neurochirurgie der Universität Greifswald » Hier zur Homepage )

Kommt der Operateur in die Nähe der Nerven oder berührt er sie, wird durch das intraoperative Neuromonitoring (siehe unten) registriert und akustisch und auf einem Monitor angezeigt. Das gibt zum einen die erhoffte Information über das Vorhandensein des Nerven und über dessen Funktion, gibt zudem noch dem Operateur den Hinweis, dass er gefährlich nahe dem Nerv ist. Auf diese Weise kann der Operateur sein Vorgehen optimieren und einen maximalen Schutz der Nervenfunktionen erreichen.

Das Akustikusneurinom ist i.d.R. von einer Gewebekapsel umgeben. Diese wird an einer Stelle, an der sich keine Nervenfasern befinden, geöffnet. Das aus den zahlreichen kleinen Blutgefäßen austretende Blut wird ständig weggespült und abgesaugt, um eine gute Sicht zu haben.

Nur wenn das Akustikusneurinom noch klein ist, kann es in einem Stück abgelöst werden. In den meisten Fällen, bei großen Tumoren zwingend, wird es Stück für Stück vorsichtig abgelöst und abgesaugt. Das ist notwendig, weil das Abschaben eines großen, schweren Tumorkörpers die dünnen Nervenfasern dehnen und zum Reißen bringen würde. Für histologische Untersuchungen werden auf jeden Fall kleine Proben genommen.

Das Ablösen des Akustikusneurinoms von den Nervenhüllen ist der schwierigste Teil der Operation. Hier besonders kommen die individuelle Erfahrungen des Operateurs zum Tragen.

Das Akustikusneurinom kann sich an einer Seite einer Nervenwand befinden, es können einzelne Nervenfasern in die Tumorkapsel führen, der Tumor kann aber auch einen Nerv total ummanteln. Oft drückt er die beiden Stränge des Gleichgewichtsnerven weit auseinander, und der Gesichtsnerv ist oft regelrecht platt gedrückt und in mehrere kleine Stränge aufgefächert. Der Gleichgewichtsnerv, an dessen Hülle das AN zu wachsen beginnt, wird i.d.R. durchtrennt, um den Tumor überhaupt auslösen zu können. Die Defizite daraus sind gering und durch den Patienten später kompensierbar, bei Schwindel lange vor der OP bereits zum Teil kompensiert.

Eine besondere Herausforderung für den Operateur ist es, wenn das Akustikusneurinom aufgrund seiner Größe bereits Kontakt zum Kleinhirn oder/und zum Hirnstamm in der Schädelgrube hat. Das Ablösen des Tumors von diesen lebenswichtigen Hirnteilen ist besonders aufwändig und gefährlich.

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Links: Großes AN, das Hirnstamm, Kleinhirn und Nerven bedrängt, schematisiert.
Rechts: Im MRT-Bild ein AN mit max. mittl. Durchmesser von 4,5 cm.

(Quellen: Homepage des UK Würzburg und privat von Forumsmitglied monula)

Weil das Akustikusneurinoms grundsätzlich vom Gleichgewichtsnerven aus zu wachsen beginnt und wegen der Priorität, zuerst den Fazialisnerven und dann den Hörnerv anatomisch und in ihren Funktionen zu erhalten, wird der Gleichgewichtsnerv in aller Regel durchtrennt, um den Tumor restlos entfernen zu können. Um eine Schädigung des Gesichtsnerven, einer späteren Gesichtslähmung (Fazialisparese) vorzubeugen, wird in besonderen Fällen darauf verzichtet, den Tumor restlos abzulösen. Das ist vor der Operation zwischen Arzt und Patient zu vereinbaren.

Der im knöchernen Gehörgang frei gewordene Raum wird mit körpereigenem Fett aufgefüllt. Danach erfolgt eine Kontrolle, ob die erkennbaren Wege, über die Hirnkammerflüssigkeit (Liquor) aus dem Schädelinneren nach außen dringen könnten, dicht sind; erforderlichenfalls werden sie mit Fett, Muskelfasern oder einem „Kleber“ verschlossen.

Den Abschluß der Operation bildet der Verschluß der Schädelöffnung. Dieser wird wie die Öffnung des Schädels nicht selten von erfahrenen Oberärzten vorgenommen. Es ist durchaus ausreichend, wenn die Öffnung im Knochen durch die wieder vernähte, starke innere Hirnhaut und die äußere Kopfhaut geschützt werden. Das ausgefräste Loch im Schädel wird von einigen Operateuren mit Knochenzement geschlossen. Einige Operateure setzen aber das Knochenstück wieder, und einige verschrauben es sogar.

Die Dauer einer Operation ist von der Größe und Lage des Tumors und von den Fertigkeiten des Operateurs abhängig. Ein mittelgroßes AN kann durch einen erfahrenen Chirurg in 30 bis 45 Minuten abgelöst werden. Die gesamte Operationdauer incl. Schädelöffnung und –verschluß kann sich aber auf fünf bis acht Stunden erstrecken.

Mögliche Komplikationen und Nachsorge

Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt sieben bis vierzehn Tage, wobei diese von den postoperativen Schwindelbeschwerden bestimmt wird. Je ausgeprägter der bereits eingetretene, geschwulstbedingte Verlust des Gleichgewichtssinnes war, um so schneller wird der durch die Operation bedingte komplette Ausfall ausgeglichen. Diese Patienten werden bei in der Regel nur geringem Schwindel frühzeitig aus der stationären Behandlung entlassen

Bisweilen tritt wasserklare Hirnflüssigkeit aus Wunde, Nase oder Ohr aus. Kleine sog. Liquorlecks schließen sich oft von selbst. Geschieht das nicht, wird durch eine sog. Lumpaldrainage der Druck im Kopf abgebaut oder/und das durch MRT ermittelte Leck mit körpereigenem Material oder Knochenkleber abgedichtet.

Bereits vor der OP eingetretener Hörverlust bleibt häufig bestehen. Wird der Hörnerv während der OP stark in Mitleidenschaft gezogen oder gar beschädigt, führt das zu Schwerhörigkeit oder Taubheit auf dem jeweiligen Ohr. Ausfälle der Hörfunktion lassen sich durch geeignete Hörhilfen kompensieren.

Eine operationsbedingte Irritation des Gesichtsnerven kann zu einer leichten Gesichtslähmung (Fazialisparese) führen, die meist von selbst wieder verschwindet. Aber auch sie sollte physiotherapeutisch therapiert werden. Bei schweren Schädigungen des Fazialisnerven kann es zu einer Parese kommen, die sich nicht mehr vollständig zurückbildet. Hier können korrigierende nachfolgende Operationen Besserung der Beschwerden bringen (Augenverschluß, Geradestellen des Mundes, Wiederherstellung der Mimik).

Nach der Operation werden in der Klinik Funktionsüberprüfungen durchgeführt, wie z.B. Hör- und Gleichgewichtsprüfungen, Test der Gesichtsnervenfunktionen, MRT. Je nach Verlauf der Operation und möglicher Beschwerden werden einige Kontrolltermine vereinbart. Danach übernehmen der niedergelassenen Ärzte am Wohnort des Patienten eine evtl. notwendige Nachsorge.

Der Operierte benötigt in der Regel ca. drei bis vier Wochen, um sich von der Operation zu erholen, unabhängig davon, ob er eine Rehamassnahem durchführt oder nicht. Für bis zu einem Monat nach dem Eingriff sollten zu starke körperliche Betätigungen unterlassen werden. Wasser darf für zwei Wochen nicht an die OP-Wunde und an das jeweilige Ohr gelangen. Falls der Gesichtsnerv gelähmt ist und das Auge nicht aktiv geschlossen werden kann, muss es abgeklebt werden und mit Augentropfen und -salben behandelt werden.

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Kleines Akustikusneurinom, intrameatal gelegen (im Gehörgang), im vertikalen (links) und horizontalem (rechts) MRT-Bildschnitt.

(Quelle: Homepage Radiologische Fallsammlung)

Fraktionierte Bestrahlung   Bestrahlung mit Cyber-Knife

Großes Akustikusneurinom, extrameatal gelegen(außerhalb des Gehörganges, in die Schädelgrube gewachsen), im vertikalen und horizontalem MRT-Bildschnitt.

(Quelle: Homepage des UK Tübingen)

Fazit – Empfehlungen für die Akustikusneurinom - Operation

Meist lässt sich das Akustikusneurinom operativ restlos entfernen (Komplettresektion).
Manchmal werden jedoch bewusst kleine Reste belassen (Resttumor), um andere umgebende Strukturen, insbesondere Hirnstamm, Kleinhirn und Fazialisnerv, zu schonen. Resttumore können wieder wachsen (Rezidiv), so dass eine regelmäßige MRT-Kontrolle erforderlich ist. Daran wird deutlich, wie wichtig frühzeitige Diagnose und Therapie des Tumors sind!

Bezüglich der Tumorgröße, die für oder gegen eine Operation spräche, gibt es keinerlei Einschränkungen. Akustikusneurinome aller Größen können operiert werden.
Die Operation ist zwingend bei Tumoren ab 3 cm mittleren Durchmesser.

Wegen der noch unsicheren Prognose bestrahlter Akustikusneurinome (siehe dort) ist die Operation in jedem Fall jüngeren Patienten zu empfehlen, unabhängig von der Größe des Tumors. Auch ein noch intaktes Gehör ist ein Grund für eine baldige Operation, weil ein defektes Gehör durch eine Operation nicht wiederhergestellt werden kann.

Bei älteren Patienten mit kleineren Tumoren und einer schweren Schwindelsymptomatik stellt die Operation ebenfalls eine effektive Therapie-Option dar, weil sich Tinnitus sowie Schwindel- und Gleichgewichtssymptome, die vor der Operation bestanden, sich durch die Entfernung des Tumors meist verbessern oder rückbilden. Es kommt zwar durch die Durchtrennung des Gleichgewichtsnerv bei der Operation praktisch immer zu postoperativem Schwindel, der aber nur vorübergehend ist.

Die Operation ist durch alternative Bestrahlungstherapien zu ersetzen, wenn ernsthafte internistische Probleme und/oder ein hohes Lebensalter des Patienten eine OP zu risikovoll machen würden

Wie sind die Erfolgsaussichten, in der Statistik ?

Immer wieder fragen Akustikusneurinom-Betroffene nach der Wahrscheinlichkeit, mit der die genannten, ungewollten Operationsfolgen auftreten. Dieser Wunsch ist verständlich, kann aber nicht voll befriedigt werden. Selbst wenn die statistischen Aussagen, die viele Kliniken über ihre Akustikusneurinom-Therapien führen, oder die Analysen von medizinischen Institutionen oder Doktoranden alle den Anforderungen an eine solide Statistik entsprechen, bleiben für den Einzelnen viele Fragen offen. Es werden Aussagen über einen mehr oder weniger großen Zeitraum gemittelt, die Entwicklung geht aber immer weiter. Die Aussagen enthalten Mittelwerte über die verschiedensten Operationssituationen, einfach zu lösende Tumore und „verklebte“. Die Aussagen differenzieren meist nicht die völlig verschiedensten Ausgangszustände vor der Operation bzgl. Hörvermögen, Schwindel, Tinnitus. Kurzum, man kann kaum aus einer Statistik ableiten, wie die eigene OP an einer bestimmten Klinik ausgehen wird. Deshalb sollen an dieser Stelle nicht die zahlreich vorhandenen Analysen und Berichte zu diesem Thema zitiert werden, sondern lediglich Prof. Samii, der unbestritten zu den renommiertesten Schädelbasischirurgen zählt, seit 1968 Akustikusneurinome operiert und Mitte 2007 auf ca. 3000 derartige Operationen zurückblicken konnte (aus einem Beitrag für die Zeitschrift der VAN im September 2007):

Mortalität bei allen Tumoren weit unter 1%, seine letzten 2500 Operationen ohne Todesfall.

Erhalt des Fazialisnerven bei einem erfahrenen Chirurgen bei 95 %, bei Tumoren unter 3 cm mittlerem Durchmesser sind auch 100 % möglich. Seine letzten 200 ANs, darunter Größen bis 6 cm, wurden zu 98,5 % total resektiert.

Erhaltung des Hörvermögens bei rund 50 %, bei gutem Hörvermögen und kleinem Tumor bis über 70 %.

Totalresektion des ANs bei 95 %, bei seinen letzten 200 wurden 98% total resektiert (Mittel über alle Größen).
Prof. Samii ist der Auffassung, daß von einem erfahrenen Akustikusneurinom-Chirurgen erst dann gesprochen werden kann, wenn ein AN pro Woche operiert wird. 

Es soll nun keinesfalls gesagt werden, dass statistische Zahlen wertlos seien, im Gegenteil. Aber man sollt nicht viele in- und ausländische Statistiken besorgen und studieren, sondern sollte sich Zahlen von den Ärzten beschaffen, von denen man sich (evtl.) operieren lassen möchte. Und dann die aus den letzten Jahren. Damit hat man gute erste Vorstellungen vom Niveau der Klinik und der Ärzte. Alles andere müssen persönliche Kontakte und Gespräche bringen.


Hier können Sie sich weiter informieren

Lesen Sie bitte hier weiter:
IGAN-Informationen über » Die drei Zugangswege
IGAN-Informationen über » Das intraoperative Neuromonitoring
IGAN-Informationen über » Operationsvideos

» Akustikusneurinom - Bestrahlung
» Zurück zu Akustikusneurinom - Therapien im Überblick

Zum Seitenanfang

IGAN - Interessengemeinschaft Akustikusneurinom

Internetportal und Forum
zum Hirntumor Akustikusneurinom

• Hilfe zur Selbsthilfe
• länderübergreifend
• offen für alle

Pfeil Kontakt und Hilfe
Pfeil Hilfe zum Forum
Pfeil Forum Akustikusneurinom

Alles zum Thema Akustikusneurinom-Therapie
Therapien im Überblick
Operation
OP-Zugang
Monitoring
OP-Videos
Bestrahlung
Fraktionier.
Gamma-Knife
Cyber-Knife



IG Akustikusneurinom (IGAN)

Postfach | CH-6330 Cham | www.akustikusneurinom.info